Kategorie: Guide

Hier werden Guides zu verschiedenen Themen rund um den 3D-Druck eingestellt.

  • 3D-Druck Fehler – die 20 häufigsten Probleme und Lösungen

    Der Einstieg in den 3D-Druck ist heute einfacher als je zuvor. Moderne Drucker sind zuverlässiger geworden und viele Filamente lassen sich relativ unkompliziert verarbeiten. Trotzdem treten beim Drucken immer wieder typische Fehler auf.

    Schlechte Haftung auf dem Druckbett, unsaubere Oberflächen oder feine Kunststofffäden zwischen den Bauteilen gehören zu den häufigsten Problemen beim FDM-3D-Druck.

    Die gute Nachricht: Die meisten Druckfehler lassen sich mit wenigen Anpassungen schnell beheben. In diesem Artikel findest du eine Übersicht der 20 häufigsten 3D-Druck Fehler und ihre Lösungen.


    Probleme mit der ersten Schicht

    Die erste Schicht ist entscheidend für den gesamten Druck. Wenn sie nicht richtig haftet, kann der komplette Druck fehlschlagen.

    1. Druck haftet nicht auf dem Druckbett

    Ein sehr häufiges Problem ist eine schlechte Haftung der ersten Schicht.

    Typische Ursachen sind:

    • verschmutztes Druckbett
    • falsche Bett-Temperatur
    • zu großer Abstand zwischen Düse und Bett

    Gerade beim Drucken mit PETG kann die Haftung manchmal schwierig sein. Wie du dieses Problem gezielt löst, erkläre ich im Artikel PETG Haftung verbessern.


    2. Ecken lösen sich vom Druckbett (Warping)

    Warping entsteht, wenn sich Bauteile während des Drucks verziehen und die Ecken vom Druckbett abheben.

    Häufige Ursachen sind:

    • Temperaturschwankungen
    • zu niedrige Bett-Temperatur
    • ungeeignete Druckoberfläche

    Auch die Wahl der Druckplatte kann einen Unterschied machen. Die Vor- und Nachteile verschiedener Oberflächen erkläre ich im Vergleich PEI vs Glas Druckbett.


    3. Erste Schicht zu dünn oder zu dick

    Wenn der Abstand zwischen Düse und Druckbett falsch eingestellt ist, kann die erste Schicht zu dünn oder zu dick werden.

    Die erste Schicht sollte leicht „gedrückt“ aussehen und gleichmäßig verlaufen.


    Probleme während des Drucks

    Viele Druckfehler treten erst während des Druckprozesses auf.

    4. Stringing (Fädenbildung)

    Beim Stringing entstehen feine Kunststofffäden zwischen verschiedenen Druckpunkten.

    Dieses Problem tritt besonders häufig bei PETG auf.

    Typische Ursachen sind:

    • zu hohe Drucktemperatur
    • falsche Retraction
    • feuchtes Filament

    Eine ausführliche Anleitung zur Lösung findest du im Artikel PETG Stringing vermeiden.


    5. Unsaubere Oberflächen

    Wenn Drucke unruhige oder raue Oberflächen besitzen, können mehrere Faktoren verantwortlich sein:

    • zu hohe Druckgeschwindigkeit
    • falsche Temperatur
    • feuchtes Filament

    Die wichtigsten Parameter für saubere PETG-Drucke erkläre ich im Leitfaden zu den optimalen PETG Einstellungen.


    6. Schichten lösen sich voneinander

    Wenn sich einzelne Schichten voneinander lösen, spricht man von Layer-Delamination.

    Mögliche Ursachen sind:

    • zu niedrige Drucktemperatur
    • zu starke Bauteilkühlung
    • schlechte Materialqualität

    7. Unterextrusion

    Unterextrusion bedeutet, dass der Drucker zu wenig Material extrudiert.

    Typische Ursachen:

    • verstopfte Düse
    • falsche Extrusionsrate
    • verschmutztes Filament

    8. Überextrusion

    Bei Überextrusion wird zu viel Material extrudiert.

    Typische Anzeichen:

    • dicke Linien
    • unsaubere Kanten
    • Materialüberschuss

    Probleme durch feuchtes Filament

    Viele Filamente nehmen Feuchtigkeit aus der Luft auf. Besonders PETG gehört zu den Materialien, die relativ schnell Wasser aufnehmen können.

    9. Knistern beim Drucken

    Ein knisterndes Geräusch während des Drucks ist oft ein Zeichen für feuchtes Filament.


    10. Blasen im Material

    Wenn Feuchtigkeit im Filament verdampft, können kleine Blasen entstehen.


    11. Raue Oberflächen

    Feuchtes Filament führt häufig zu unruhigen Oberflächen.

    Wenn dein Filament bereits Feuchtigkeit aufgenommen hat, kann eine gezielte Trocknung helfen. Eine Anleitung dazu findest du im Artikel PETG trocknen.

    Um solche Probleme dauerhaft zu vermeiden, sollte Filament möglichst trocken gelagert werden. Tipps dazu findest du im Beitrag Filament richtig lagern.


    Probleme mit der Druckqualität

    Neben Haftungsproblemen und Materialfehlern gibt es noch weitere typische Druckprobleme.

    12. Schiefe Drucke

    Wenn Bauteile schief gedruckt werden, liegt das häufig an:

    • lockeren Riemen
    • mechanischen Problemen
    • falsch ausgerichteten Achsen

    13. Versetzte Schichten (Layer Shift)

    Layer-Shift entsteht, wenn sich die Druckposition während des Drucks verschiebt.

    Mögliche Ursachen:

    • lose Riemen
    • blockierte Achsen
    • zu hohe Druckgeschwindigkeit

    14. Unsaubere Überhänge

    Überhänge entstehen, wenn Material ohne ausreichende Unterstützung gedruckt wird.

    Eine gute Bauteilkühlung kann hier helfen.


    15. Schlechte Brücken (Bridging)

    Beim Bridging wird Filament zwischen zwei Punkten „gespannt“. Wenn die Kühlung nicht ausreicht, können diese Brücken durchhängen.


    Probleme durch falsche Einstellungen

    Viele Druckprobleme lassen sich auf falsche Slicer-Einstellungen zurückführen.

    16. Zu hohe Druckgeschwindigkeit

    Hohe Druckgeschwindigkeiten können zu schlechter Druckqualität führen.


    17. Falsche Retraction

    Eine falsche Retraction führt häufig zu Stringing oder Materialproblemen.


    18. Falsche Lüftereinstellungen

    Zu starke oder zu schwache Kühlung kann die Druckqualität beeinflussen.


    Probleme mit dem Drucker

    Nicht alle Druckprobleme sind auf Einstellungen zurückzuführen.

    19. Verstopfte Düse

    Eine teilweise verstopfte Düse kann zu ungleichmäßiger Extrusion führen.


    20. Verschlissene Bauteile

    Auch mechanische Komponenten wie Riemen oder Lager können mit der Zeit verschleißen.

    Regelmäßige Wartung hilft, viele Probleme zu vermeiden.


    Fazit – Die meisten 3D-Druck Fehler lassen sich schnell beheben

    Viele Druckprobleme wirken zunächst kompliziert, lassen sich jedoch meist auf wenige Ursachen zurückführen.

    Besonders häufig spielen folgende Faktoren eine Rolle:

    • falsche Druckparameter
    • verschmutztes Druckbett
    • feuchtes Filament
    • mechanische Probleme am Drucker

    Wer diese Punkte systematisch überprüft, kann die meisten Fehler schnell beheben und deutlich bessere Druckergebnisse erzielen.

    Mit etwas Erfahrung lassen sich auch komplexere Druckprobleme zuverlässig lösen.

    Häufige Fragen zu 3D-Druck Fehlern

    Warum haftet mein Druck nicht auf dem Druckbett?

    Die häufigsten Ursachen sind eine verschmutzte Oberfläche, falsche Druckbett-Temperaturen oder ein zu großer Abstand zwischen Düse und Druckbett.

    Warum entstehen Fäden beim 3D-Druck?

    Fäden entstehen meist durch falsche Retraction-Einstellungen oder zu hohe Drucktemperaturen.

    Warum knistert mein Filament beim Drucken?

    Knistern ist oft ein Zeichen für feuchtes Filament.

    Kann man die meisten Druckprobleme selbst lösen?

    Ja. Die meisten Fehler lassen sich mit wenigen Anpassungen der Druckeinstellungen oder einer Reinigung des Druckers beheben.

  • PETG Haftung verbessern – 8 Lösungen für ein perfekt haftendes Druckbett

    Hinweis: Dieser Artikel enthält Affiliate-Links. Wenn du über diese Links etwas kaufst, erhalten wir eine kleine Provision. Für dich entstehen keine zusätzlichen Kosten.

    PETG gehört zu den beliebtesten Filamenten im 3D-Druck. Das Material ist stabiler als PLA, temperaturbeständiger und gleichzeitig deutlich einfacher zu drucken als ABS. Gerade für funktionale Werkstattteile wird PETG daher häufig verwendet.

    Trotzdem haben viele Anwender ein typisches Problem: Die erste Schicht haftet nicht richtig auf dem Druckbett. Ecken lösen sich während des Drucks, Bauteile verschieben sich oder der gesamte Druck schlägt fehl.

    Die gute Nachricht: In den meisten Fällen lässt sich die Haftung von PETG mit einigen einfachen Anpassungen deutlich verbessern. In diesem Artikel zeige ich die häufigsten Ursachen und acht bewährte Lösungen, mit denen du deine Druckergebnisse deutlich stabiler machen kannst.


    Warum PETG manchmal schlecht haftet

    Obwohl PETG grundsätzlich eine gute Haftung auf vielen Druckoberflächen besitzt, können verschiedene Faktoren dazu führen, dass sich Bauteile vom Druckbett lösen.

    Typische Ursachen sind:

    • falsche Druckbett-Temperatur
    • verschmutzte Druckoberfläche
    • falscher Abstand der ersten Schicht
    • ungeeignete Druckoberfläche
    • feuchtes Filament

    Bevor man komplizierte Lösungen ausprobiert, lohnt sich daher zunächst ein Blick auf die grundlegenden Einstellungen.

    Wenn du generell Probleme mit den Druckparametern hast, findest du eine ausführliche Übersicht im Leitfaden zu den optimalen PETG Einstellungen.


    1. Druckbett gründlich reinigen

    Eine der häufigsten Ursachen für schlechte Haftung ist eine verschmutzte Druckoberfläche. Fingerabdrücke, Staub oder Filamentreste können verhindern, dass die erste Schicht richtig haftet.

    Für die Reinigung haben sich zwei Methoden bewährt:

    Gerade fettige Rückstände durch Fingerabdrücke können die Haftung stark reduzieren.

    Es lohnt sich daher, das Druckbett regelmäßig zu reinigen.


    2. Druckbett-Temperatur richtig einstellen

    Die Temperatur des Druckbetts spielt eine entscheidende Rolle für die Haftung.

    Bei PETG hat sich in vielen Fällen eine Bett-Temperatur zwischen 70 °C und 85 °C bewährt.

    Zu niedrige Temperaturen können dazu führen, dass das Filament zu schnell abkühlt und sich vom Druckbett löst. Zu hohe Temperaturen können hingegen dazu führen, dass das Material zu weich bleibt.

    Die optimale Temperatur hängt auch von der verwendeten Druckoberfläche ab.

    Die Unterschiede zwischen verschiedenen Druckbett-Typen erkläre ich im Artikel PEI vs Glas Druckbett.


    3. Abstand der ersten Schicht anpassen

    Der Abstand zwischen Düse und Druckbett ist einer der wichtigsten Faktoren für eine gute Haftung.

    Wenn der Abstand zu groß ist, wird das Filament nicht ausreichend auf das Druckbett gedrückt. Dadurch entsteht keine stabile Verbindung.

    Die erste Schicht sollte leicht „gedrückt“ aussehen und eine gleichmäßige Oberfläche besitzen.

    Viele moderne Drucker besitzen eine automatische Bettnivellierung, die diesen Prozess erleichtert.


    4. Druckgeschwindigkeit der ersten Schicht reduzieren

    Eine langsamer gedruckte erste Schicht verbessert häufig die Haftung.

    Viele Slicer bieten eine separate Einstellung für die Geschwindigkeit der ersten Schicht.

    Bewährte Werte sind:

    • 15–25 mm/s

    Durch die langsamere Bewegung hat das Filament mehr Zeit, sich mit der Druckoberfläche zu verbinden.


    5. Geeignete Druckoberfläche verwenden

    Nicht jede Druckoberfläche funktioniert gleich gut mit PETG.

    Besonders verbreitet sind:

    • PEI-Federstahlplatten
    • Glasdruckplatten

    PEI-Platten bieten oft eine sehr gute Haftung und erleichtern gleichzeitig das Entfernen der Bauteile nach dem Druck.

    Glasplatten erzeugen hingegen eine besonders glatte Unterseite.

    Welches System besser geeignet ist, hängt vom Drucker und der Anwendung ab. Einen ausführlichen Vergleich findest du im Artikel PEI vs Glas Druckbett.


    6. Haftvermittler verwenden

    In manchen Fällen kann ein zusätzlicher Haftvermittler sinnvoll sein.

    Beliebte Lösungen sind:

    Bei PETG wird ein Klebestift häufig nicht nur als Haftvermittler, sondern auch als Trennschicht verwendet. Dadurch lässt sich verhindern, dass PETG zu stark an der Oberfläche haftet.


    7. Filament trocken halten

    Viele Filamente nehmen Feuchtigkeit aus der Luft auf. PETG gehört zu den Materialien, die relativ schnell Feuchtigkeit aufnehmen können.

    Feuchtes Filament kann zu mehreren Problemen führen:

    • stärkere Fädenbildung
    • ungleichmäßige Extrusion
    • schlechtere Haftung

    Wenn dein Filament bereits Feuchtigkeit aufgenommen hat, kann eine gezielte Trocknung helfen. Eine Anleitung dazu findest du im Artikel PETG trocknen.

    Um solche Probleme zu vermeiden, sollte Filament möglichst trocken gelagert werden. Tipps dazu findest du im Beitrag Filament richtig lagern.


    8. Stringing und Druckprobleme reduzieren

    Manchmal hängt schlechte Haftung auch indirekt mit anderen Druckproblemen zusammen.

    Wenn das Filament während des Drucks ungleichmäßig extrudiert wird, kann auch die erste Schicht beeinträchtigt werden.

    Ein häufiges Problem bei PETG ist sogenanntes Stringing – feine Kunststofffäden zwischen verschiedenen Druckpunkten.

    Wie du dieses Problem reduzierst, erkläre ich im Artikel PETG Stringing vermeiden.


    Typische Fehler beim PETG-Druck

    Neben den genannten Ursachen gibt es einige typische Fehler, die besonders bei Einsteigern häufig auftreten.

    Dazu gehören:

    • zu hohe Druckgeschwindigkeit
    • falsche Lüftereinstellungen
    • ungeeignete Drucktemperaturen
    • minderwertiges Filament

    Auch die Qualität des Filaments kann eine Rolle spielen. Eine Übersicht empfehlenswerter Materialien findest du im Artikel bestes PETG Filament für Werkstattteile.

    Gerade bei funktionalen Bauteilen lohnt es sich, auf hochwertige Materialien zu achten.


    Fazit – PETG Haftung verbessern ist meist recht einfach

    Probleme mit der Haftung gehören zu den häufigsten Herausforderungen beim Drucken mit PETG. In den meisten Fällen lassen sie sich jedoch mit wenigen Anpassungen schnell lösen.

    Besonders wichtig sind dabei:

    • eine saubere Druckoberfläche
    • die richtige Druckbett-Temperatur
    • ein korrekt eingestellter Düsenabstand
    • trockenes Filament

    Wer diese Faktoren berücksichtigt, kann PETG zuverlässig für stabile und funktionale Bauteile einsetzen.

    Gerade für Werkstattprojekte ist PETG aufgrund seiner Stabilität und Temperaturbeständigkeit eine ausgezeichnete Wahl.

    Häufige Fragen zur PETG Haftung

    Warum haftet PETG nicht auf meinem Druckbett?

    Die häufigsten Ursachen sind eine verschmutzte Oberfläche, falsche Druckbett-Temperaturen oder ein zu großer Abstand der ersten Schicht.

    Welche Druckbett-Temperatur ist ideal für PETG?

    In vielen Fällen funktionieren Temperaturen zwischen 70 °C und 85 °C sehr gut.

    Braucht PETG einen Haftvermittler?

    Nicht unbedingt. Auf vielen PEI-Oberflächen haftet PETG bereits sehr gut. Ein Klebestift kann jedoch helfen, die Haftung zu stabilisieren oder als Trennschicht zu dienen.

    Ist PETG besser als PLA für Werkstattteile?

    Für viele Anwendungen ja. PETG ist stabiler und temperaturbeständiger als PLA, lässt sich aber trotzdem relativ einfach drucken.

  • 3D-Drucker für die Werkstatt – worauf sollte man achten?

    Der 3D-Druck hat sich in den letzten Jahren zu einem praktischen Werkzeug für Heimwerker entwickelt. Mit einem passenden Drucker lassen sich Halterungen, Adapter, Ersatzteile oder individuelle Werkstattlösungen schnell und kostengünstig herstellen.

    Doch nicht jeder 3D-Drucker eignet sich gleichermaßen für den Einsatz in einer Werkstatt. Während einige Modelle eher für dekorative Drucke optimiert sind, sollten Werkstattdrucker vor allem zuverlässig funktionieren und robuste Materialien verarbeiten können.

    In diesem Artikel erfährst du, worauf du bei der Auswahl eines 3D-Druckers für die Werkstatt achten solltest und welche Eigenschaften besonders wichtig sind.


    Welche Anforderungen ein 3D-Drucker für die Werkstatt erfüllen sollte

    In einer Werkstatt werden häufig funktionale Bauteile gedruckt. Diese müssen stabil sein und auch mechanischen Belastungen standhalten.

    Typische Beispiele sind:

    • Werkzeughalter
    • Adapterstücke
    • Ersatzteile
    • Montagehilfen
    • Organisationssysteme

    Damit solche Teile zuverlässig hergestellt werden können, sollte der Drucker einige wichtige Eigenschaften mitbringen.


    Druckvolumen – ausreichend Platz für funktionale Teile

    Das Druckvolumen bestimmt, wie groß ein Bauteil maximal gedruckt werden kann.

    Für Werkstattanwendungen ist ein zu kleines Druckbett schnell ein Problem. Viele praktische Bauteile sind größer als dekorative Modelle.

    Ein Druckvolumen von mindestens 220 × 220 × 250 mm hat sich in der Praxis als sinnvoller Mindestwert etabliert.

    Größere Druckbereiche bieten mehr Flexibilität, insbesondere wenn Halterungen oder Organisationssysteme für Werkzeuge gedruckt werden sollen.


    Unterstützung für verschiedene Filamente

    Ein wichtiger Faktor für Werkstattdrucke ist die Materialauswahl. Während PLA für einfache Modelle ausreichend ist, werden für funktionale Bauteile häufig robustere Materialien benötigt.

    Besonders verbreitet sind:

    • PLA
    • PETG
    • ABS

    PLA lässt sich besonders einfach drucken, ist jedoch weniger temperaturbeständig. PETG bietet eine gute Kombination aus Stabilität und einfacher Druckbarkeit. ABS ist sehr robust, benötigt jedoch meist stabilere Druckbedingungen.

    Wenn du dir unsicher bist, welches Material sich für deine Anwendungen eignet, lohnt sich ein Blick auf den ausführlichen Vergleich PLA vs PETG vs ABS für Werkstattteile.


    Stabilität und Druckqualität

    Werkstattteile müssen häufig passgenau sein. Daher spielt die mechanische Stabilität des Druckers eine wichtige Rolle.

    Ein stabiler Rahmen reduziert Vibrationen während des Drucks und verbessert die Maßhaltigkeit der Bauteile.

    Gerade bei längeren Druckzeiten kann ein hochwertiger Aufbau einen großen Unterschied machen.

    Auch die richtigen Druckparameter sind entscheidend für saubere Ergebnisse. Eine Übersicht über wichtige Einstellungen findest du im Leitfaden zu den optimalen PETG Einstellungen.


    Offener oder geschlossener Drucker?

    Viele Einsteiger beginnen mit offenen 3D-Druckern. Diese sind meist günstiger und einfacher zugänglich.

    Ein geschlossener Drucker besitzt hingegen ein Gehäuse, das den Bauraum umschließt. Dadurch bleibt die Temperatur während des Drucks stabiler.

    Ob ein Gehäuse notwendig ist, hängt stark vom verwendeten Material ab. Materialien wie PLA oder PETG lassen sich in der Regel auch problemlos mit offenen Druckern verarbeiten.

    Eine ausführliche Erklärung findest du im Artikel 3D-Drucker Gehäuse – braucht man ein Enclosure wirklich?


    Druckbett und Haftung

    Ein gutes Druckbett ist entscheidend für erfolgreiche Drucke. Wenn sich Bauteile während des Drucks lösen, kann der gesamte Druck fehlschlagen.

    Moderne Drucker verwenden häufig flexible Federstahlplatten mit einer PEI-Beschichtung. Diese bieten eine gute Haftung und erleichtern das Entfernen der Bauteile nach dem Druck.

    Eine Alternative sind Glasdruckplatten. Beide Varianten haben ihre Vor- und Nachteile, die ich im Vergleich PEI vs Glas Druckbett ausführlich erläutere.


    Filamentqualität und Lagerung

    Neben dem Drucker selbst spielt auch die Qualität des verwendeten Filaments eine wichtige Rolle.

    Minderwertige Filamente können zu Problemen wie ungleichmäßiger Extrusion oder erhöhter Fädenbildung führen.

    Eine Übersicht empfehlenswerter Materialien findest du im Artikel bestes PETG Filament für Werkstattteile.

    Außerdem sollte Filament möglichst trocken gelagert werden, da viele Kunststoffe Feuchtigkeit aus der Luft aufnehmen können. Tipps dazu findest du im Beitrag Filament richtig lagern.


    Typische Druckprobleme in der Werkstatt

    Beim Drucken funktionaler Bauteile können verschiedene Probleme auftreten. Dazu gehören beispielsweise Haftungsprobleme oder feine Fäden zwischen den Bauteilen.

    Ein häufiges Problem beim Drucken mit PETG ist sogenanntes Stringing. Dabei entstehen dünne Kunststofffäden zwischen verschiedenen Druckpunkten.

    Wie du dieses Problem reduzierst, erkläre ich im Artikel PETG Stringing vermeiden.

    Auch die richtige Vorbereitung des Materials spielt eine Rolle. Wenn Filament Feuchtigkeit aufgenommen hat, kann eine gezielte Trocknung helfen. Eine Anleitung dazu findest du im Beitrag PETG trocknen.


    Benutzerfreundlichkeit und Wartung

    Ein Werkstatt-3D-Drucker sollte möglichst unkompliziert zu bedienen sein.

    Praktische Funktionen sind zum Beispiel:

    • automatische Bettnivellierung
    • Filamentsensor
    • einfache Bedienoberfläche
    • schnelle Ersatzteilversorgung

    Diese Eigenschaften erleichtern den Alltag und reduzieren Wartungsaufwand.

    Gerade wenn der Drucker regelmäßig eingesetzt wird, ist eine einfache Wartung ein großer Vorteil.


    Fazit – Der richtige 3D-Drucker für die Werkstatt

    Ein guter Werkstatt-3D-Drucker muss vor allem zuverlässig funktionieren und robuste Materialien verarbeiten können.

    Wichtige Kriterien bei der Auswahl sind:

    • ausreichendes Druckvolumen
    • stabile Konstruktion
    • Unterstützung für verschiedene Filamente
    • zuverlässige Druckbett-Haftung
    • einfache Bedienung

    Viele moderne Drucker erfüllen diese Anforderungen bereits sehr gut. Wer regelmäßig funktionale Bauteile drucken möchte, sollte daher besonders auf Stabilität, Materialkompatibilität und Druckqualität achten.

    Mit dem richtigen Gerät lassen sich zahlreiche praktische Lösungen für die Werkstatt umsetzen – von einfachen Halterungen bis hin zu komplexeren Werkzeuglösungen.

    Häufige Fragen zu 3D-Druckern für die Werkstatt

    Welches Filament eignet sich am besten für Werkstattteile?

    Für viele Anwendungen ist PETG eine sehr gute Wahl, da es stabiler und temperaturbeständiger als PLA ist, sich aber einfacher drucken lässt als ABS.

    Reicht ein günstiger 3D-Drucker für die Werkstatt?

    Viele günstige Drucker können bereits sehr gute Ergebnisse liefern. Wichtig ist vor allem eine stabile Konstruktion und eine zuverlässige Druckbett-Haftung.

    Braucht ein Werkstattdrucker ein Gehäuse?

    Nicht unbedingt. Für Materialien wie PLA oder PETG ist ein Gehäuse meist nicht erforderlich.

  • 3D-Drucker Gehäuse – Braucht man ein Enclosure wirklich?

    Viele moderne 3D-Drucker werden inzwischen mit einem geschlossenen Bauraum angeboten. Besonders bei hochwertigen Geräten gehört ein sogenanntes Enclosure bereits zur Standardausstattung. Doch braucht man ein solches Gehäuse wirklich oder handelt es sich eher um ein optionales Zubehör?

    Gerade Einsteiger, die mit offenen Druckern arbeiten, stellen sich früher oder später die Frage, ob ein geschlossenes Druckergehäuse Vorteile bringt. In diesem Artikel schauen wir uns an, welche Funktionen ein Enclosure erfüllt, für welche Materialien es sinnvoll ist und wann man darauf verzichten kann.


    Was ist ein 3D-Drucker Enclosure?

    Ein Enclosure ist ein Gehäuse, das den gesamten 3D-Drucker umschließt. Es besteht meist aus einer Kombination aus Metallrahmen, Kunststoffpaneelen oder Acrylscheiben. Einige Modelle besitzen zusätzlich Türen oder Lüftungssysteme.

    Das Ziel eines solchen Gehäuses ist es, eine stabile Umgebungstemperatur rund um den Drucker zu erzeugen. Dadurch wird verhindert, dass sich Bauteile während des Drucks durch Temperaturschwankungen verziehen.

    Neben der Temperaturkontrolle bietet ein Gehäuse häufig auch weitere Vorteile wie eine Geräuschreduktion oder einen besseren Schutz vor Staub.


    Warum ein Gehäuse beim 3D-Druck helfen kann

    Beim FDM-3D-Druck wird Kunststoff geschmolzen und anschließend Schicht für Schicht aufgetragen. Während des Druckprozesses kühlt das Material wieder ab. Wenn dieser Abkühlprozess zu schnell oder ungleichmäßig erfolgt, kann es zu Verformungen kommen.

    Typische Probleme sind:

    • Warping (hochgezogene Ecken)
    • Layertrennung
    • Spannungen im Bauteil

    Ein Gehäuse hilft, diese Probleme zu reduzieren, indem es eine gleichmäßigere Temperatur im Bauraum erzeugt.

    Gerade bei größeren Bauteilen kann das einen großen Unterschied machen.


    Für welche Materialien ein 3D-Drucker Gehäuse sinnvoll ist

    Ob ein Gehäuse notwendig ist, hängt stark vom verwendeten Filament ab.

    PLA

    PLA ist relativ unkompliziert zu drucken und benötigt in der Regel kein geschlossenes Gehäuse. Das Material profitiert sogar häufig von einer guten Bauteilkühlung.

    Ein Enclosure ist bei PLA daher meist nicht notwendig.


    PETG

    PETG liegt in der Mitte zwischen PLA und technischen Materialien wie ABS. Es benötigt normalerweise keinen vollständig geschlossenen Bauraum, kann aber von einer stabilen Umgebungstemperatur profitieren.

    Besonders in kälteren Räumen kann ein Gehäuse helfen, Druckprobleme zu reduzieren.

    Neben der Umgebungstemperatur spielen auch die richtigen Druckparameter eine wichtige Rolle für saubere Ergebnisse. Eine Übersicht der wichtigsten Einstellungen findest du im Leitfaden zu den optimalen PETG Einstellungen.

    Wenn beim Drucken feine Fäden entstehen, liegt das allerdings meist eher an den Druckparametern als an der Umgebungstemperatur. Wie man dieses Problem reduziert, erkläre ich im Artikel PETG Stringing vermeiden.

    Auch feuchtes Filament kann die Druckqualität beeinflussen. Besonders PETG nimmt relativ schnell Feuchtigkeit aus der Luft auf. Wie du Filament richtig trocknest, erkläre ich im Artikel PETG trocknen.

    Auch die Qualität des Filaments kann die Druckstabilität beeinflussen. Eine Übersicht empfehlenswerter Materialien findest du im Artikel bestes PETG Filament für Werkstattteile.


    ABS

    ABS reagiert deutlich empfindlicher auf Temperaturschwankungen. Ohne Gehäuse kommt es häufig zu Warping oder Rissen im Bauteil.

    Für ABS ist ein Enclosure daher in vielen Fällen sehr empfehlenswert.

    Wenn du dir unsicher bist, welches Material sich für deine Anwendung am besten eignet, lohnt sich ein Blick auf den ausführlichen Vergleich PLA vs PETG vs ABS für Werkstattteile.


    Vorteile eines 3D-Drucker Gehäuses

    Ein Gehäuse kann mehrere praktische Vorteile bieten.

    Stabilere Druckbedingungen

    Die wichtigste Funktion eines Enclosures ist die Stabilisierung der Umgebungstemperatur. Dadurch kühlen Bauteile langsamer und gleichmäßiger ab.

    Das reduziert:

    • Warping
    • Spannungen im Material
    • Layertrennung

    Weniger Staub im Drucker

    Ein geschlossenes Gehäuse schützt den Drucker vor Staub und Schmutz. Gerade in Werkstätten kann dies ein Vorteil sein.

    Staub auf dem Druckbett kann die Haftung beeinflussen. Wenn du Probleme mit der Haftung hast, lohnt sich auch ein Blick auf die Druckoberfläche. Die Unterschiede erkläre ich im Artikel PEI vs Glas Druckbett.


    Geräuschreduzierung

    Viele 3D-Drucker erzeugen während des Betriebs relativ laute Lüfter- oder Motorgeräusche. Ein Gehäuse kann diese Geräusche teilweise dämpfen.

    Der Effekt hängt stark vom Aufbau des Gehäuses ab.


    Nachteile eines Enclosures

    Trotz der Vorteile ist ein Gehäuse nicht immer notwendig.

    Zusätzliche Kosten

    Fertige Gehäuse können je nach Modell relativ teuer sein. Für viele Einsteiger lohnt sich diese Investition zunächst nicht.


    Höhere Temperaturen im Drucker

    Ein vollständig geschlossenes Gehäuse kann dazu führen, dass die Elektronik stärker erwärmt wird. Einige Drucker sind dafür ausgelegt, andere weniger.

    Gerade bei offenen Druckern sollte darauf geachtet werden, dass Netzteil und Elektronik ausreichend gekühlt bleiben.


    Platzbedarf

    Ein Enclosure benötigt zusätzlichen Platz rund um den Drucker. Besonders in kleineren Arbeitsbereichen kann das ein Nachteil sein.


    Kann man ein Enclosure selbst bauen?

    Viele Anwender bauen sich ihr Gehäuse selbst. Das ist oft günstiger als ein fertiges System.

    Typische DIY-Lösungen sind:

    • IKEA-Schränke
    • Holzrahmen mit Acrylscheiben
    • Kunststoffboxen

    Solche Lösungen können bereits ausreichen, um Temperaturschwankungen zu reduzieren.


    Wann ein Enclosure wirklich sinnvoll ist

    Ein Gehäuse lohnt sich besonders in folgenden Situationen:

    • Druck von ABS oder anderen technischen Materialien
    • sehr große Bauteile
    • kalte Werkstatt oder Garage
    • empfindliche Drucke mit Verzug

    Wenn du hauptsächlich PLA oder PETG druckst, ist ein Gehäuse hingegen meist optional.

    In vielen Fällen lassen sich Druckprobleme bereits durch korrekte Einstellungen oder trockenes Filament lösen. Wie Filament richtig gelagert wird, erkläre ich im Artikel Filament richtig lagern.


    Fazit – Braucht man ein Gehäuse für den 3D-Druck?

    Ein Enclosure kann beim 3D-Druck sehr hilfreich sein, ist jedoch nicht für jeden Drucker oder jedes Material zwingend erforderlich.

    Während Materialien wie ABS deutlich von einem geschlossenen Bauraum profitieren, lassen sich PLA und PETG meist problemlos auch mit offenen Druckern verarbeiten.

    Wer häufig mit temperaturanfälligen Materialien arbeitet oder in einer kühlen Umgebung druckt, kann mit einem Gehäuse jedoch stabilere Druckergebnisse erzielen.

    Für viele Einsteiger lohnt es sich daher, zunächst mit einem offenen Drucker zu starten und ein Enclosure erst dann nachzurüsten, wenn tatsächlich Bedarf entsteht.

    Eine trockene Lagerung des Materials verbessert zusätzlich die Druckqualität. Tipps dazu findest du im Artikel Filament richtig lagern.

    Häufige Fragen zu 3D-Drucker Gehäusen

    Braucht man für PETG ein Enclosure?

    In den meisten Fällen nicht. PETG lässt sich in der Regel problemlos mit offenen Druckern verarbeiten. Ein Gehäuse kann jedoch in kälteren Räumen hilfreich sein.

    Ist ein Enclosure für PLA sinnvoll?

    PLA benötigt normalerweise keine geschlossene Umgebung. Eine gute Bauteilkühlung ist hier meist wichtiger.

    Kann ein Gehäuse Warping verhindern?

    Ja, besonders bei Materialien wie ABS kann ein Gehäuse Warping deutlich reduzieren, da die Bauteile gleichmäßiger abkühlen.

    Kann man ein Enclosure selbst bauen?

    Viele Anwender bauen sich ihr Gehäuse selbst aus Möbeln oder einfachen Rahmenkonstruktionen. Diese Lösungen können bereits ausreichen, um Temperaturschwankungen zu reduzieren.

  • Filament richtig lagern – So bleiben PLA, PETG und ABS trocken

    Hinweis: Dieser Artikel enthält Affiliate-Links. Wenn du über diese Links etwas kaufst, erhalten wir eine kleine Provision. Für dich entstehen keine zusätzlichen Kosten.

    3D-Druck-Filamente sind empfindlicher gegenüber Feuchtigkeit, als viele Einsteiger zunächst vermuten. Besonders Materialien wie PETG oder Nylon nehmen Wasser aus der Umgebungsluft auf. Wird feuchtes Filament gedruckt, können verschiedene Probleme auftreten: stärkere Fädenbildung, raue Oberflächen oder ungleichmäßige Extrusion.

    Das Filament richtig lagern ist daher ein wichtiger Bestandteil eines zuverlässigen 3D-Druck-Workflows. Mit einigen einfachen Maßnahmen lässt sich verhindern, dass Filament Feuchtigkeit aufnimmt und die Druckqualität leidet.

    In diesem Artikel erfährst du, wie du PLA, PETG und ABS richtig lagerst und welche Lösungen sich in der Praxis bewährt haben.


    Warum Filament Feuchtigkeit aufnimmt

    Viele Kunststoffe sind hygroskopisch. Das bedeutet, dass sie Wasser aus der Umgebungsluft aufnehmen können. Je nach Material geschieht dies schneller oder langsamer.

    Besonders empfindlich sind:

    • Nylon
    • PETG
    • TPU

    Etwas weniger empfindlich sind:

    • PLA
    • ABS

    Wenn Filament Feuchtigkeit aufgenommen hat, verdampft das Wasser beim Drucken in der heißen Düse. Dadurch entstehen kleine Bläschen im Material, die sich negativ auf die Druckqualität auswirken.

    Typische Symptome sind:

    • knisternde Geräusche beim Drucken
    • stärkere Fädenbildung
    • unruhige Oberflächen
    • schwankender Extrusionsfluss

    Feuchtes Filament kann verschiedene Druckprobleme verursachen. Besonders häufig treten feine Kunststofffäden zwischen den Bauteilen auf. Wie du dieses Problem gezielt reduzierst, erfährst du im Artikel PETG Stringing vermeiden.

    Neben Stringing kann feuchtes Filament auch zu Problemen bei der Haftung auf dem Druckbett führen. Welche Ursachen das haben kann und wie du sie behebst, erkläre ich im Artikel PETG haftet nicht – Ursachen und Lösungen.


    Filament richtig lagern – die wichtigsten Grundregeln

    Eine gute Filamentlagerung muss nicht kompliziert sein. Bereits einige einfache Maßnahmen können verhindern, dass Filament Feuchtigkeit aufnimmt.

    Die wichtigsten Regeln sind:

    • Filament möglichst luftdicht lagern
    • Trockenmittel verwenden
    • große Temperaturschwankungen vermeiden
    • Filament nach dem Drucken wieder verpacken

    Besonders wichtig ist eine möglichst luftdichte Aufbewahrung.

    Auch die Qualität des Filaments spielt eine Rolle. Einige Materialien reagieren deutlich empfindlicher auf Feuchtigkeit als andere. Eine Übersicht empfehlenswerter Materialien findest du im Artikel bestes PETG Filament für Werkstattteile.


    Luftdichte Boxen als einfache Lösung

    Eine der einfachsten Methoden zur Filamentlagerung sind luftdichte Kunststoffboxen.

    Diese Boxen haben mehrere Vorteile:

    • geringe Kosten
    • einfache Handhabung
    • gute Feuchtigkeitskontrolle

    Zusätzlich kann in der Box ein Trockenmittel platziert werden, das die Luftfeuchtigkeit reduziert.

    Viele Anwender lagern mehrere Filamentspulen gemeinsam in einer größeren Box.


    Trockenmittel verwenden

    Trockenmittel spielen eine wichtige Rolle bei der Filamentlagerung. Besonders verbreitet ist Silicagel.

    Silicagel hat die Fähigkeit, Feuchtigkeit aus der Luft aufzunehmen und zu binden.

    Typische Lösungen sind:

    Der Farbindikator zeigt an, wenn das Trockenmittel gesättigt ist und regeneriert werden sollte.


    Filament-Dryboxen

    Für Anwender, die regelmäßig mit hygroskopischen Materialien arbeiten, kann eine spezielle Filament-Drybox sinnvoll sein.

    Diese Geräte kombinieren:

    • kontrollierte Luftfeuchtigkeit
    • teilweise Heizfunktion
    • Filamentzuführung während des Drucks (nicht bei allen Modellen)

    Damit kann Filament direkt aus einer trockenen Umgebung heraus gedruckt werden.

    Besonders bei PETG oder Nylon kann dies die Druckqualität deutlich verbessern.

    👉Hier eine Trockenbox von Sunlu, die ich selbst nutze.


    Wie lange bleibt Filament trocken?

    Selbst bei guter Lagerung kann Filament mit der Zeit wieder Feuchtigkeit aufnehmen.

    Die Geschwindigkeit hängt von mehreren Faktoren ab:

    • Luftfeuchtigkeit im Raum
    • Lagermethode
    • Materialtyp

    PLA kann oft mehrere Wochen offen liegen, ohne größere Probleme zu verursachen. PETG hingegen nimmt Feuchtigkeit deutlich schneller auf.

    Deshalb empfiehlt es sich, Filament nach dem Drucken wieder in einer luftdichten Box zu lagern.


    Filament vor dem Drucken trocknen

    Wenn Filament bereits Feuchtigkeit aufgenommen hat, kann es vor dem Drucken getrocknet werden.

    Typische Temperaturen:

    PLA
    ≈ 40–45 °C

    PETG
    ≈ 50–60 °C

    ABS
    ≈ 45–50 °C

    Das Filament wird dabei mehrere Stunden in einer kontrollierten Umgebung getrocknet.

    Eine detaillierte Anleitung zum Trocknen von PETG findest du im entsprechenden Artikel zum PETG trocknen.


    Fazit

    Die richtige Lagerung von Filament ist ein wichtiger Faktor für gleichbleibend hohe Druckqualität. Besonders hygroskopische Materialien wie PETG profitieren von einer trockenen Lagerung.

    Mit luftdichten Boxen, Trockenmitteln und einer sauberen Organisation lässt sich verhindern, dass Filament Feuchtigkeit aufnimmt. Dadurch werden typische Probleme wie Stringing oder unruhige Druckoberflächen deutlich reduziert.

    Wer regelmäßig mit verschiedenen Materialien arbeitet, sollte daher eine einfache und zuverlässige Filamentlagerung in seinen Workflow integrieren.

    Neben trockenem Filament spielen auch die richtigen Druckparameter eine wichtige Rolle für saubere Ergebnisse. Eine Übersicht der wichtigsten Einstellungen findest du im Leitfaden zu den optimalen PETG-Einstellungen.

    Häufig gestellte Fragen zum Thema „Filament richtig lagern“:

    Muss PLA trocken gelagert werden?

    PLA ist weniger empfindlich gegenüber Feuchtigkeit als viele andere Filamente. Dennoch kann auch PLA mit der Zeit Wasser aufnehmen. Eine trockene Lagerung verbessert daher die Druckqualität.

    Wie lange kann Filament offen liegen?

    Das hängt stark vom Material und der Luftfeuchtigkeit ab. PLA kann oft mehrere Wochen offen liegen, während PETG bereits nach wenigen Tagen Feuchtigkeit aufnehmen kann.

    Wie erkennt man feuchtes Filament?

    Typische Anzeichen sind knisternde Geräusche beim Drucken, kleine Bläschen im Material und verstärktes Stringing.

    Kann man Filament im Backofen trocknen?

    Grundsätzlich ja, allerdings nur bei sehr niedrigen Temperaturen und mit Vorsicht. Spezielle Filament-Dryer oder Dörrgeräte sind in der Praxis sicherer.

  • PETG Stringing vermeiden – Ursachen und Lösungen für saubere 3D-Drucke

    PETG ist eines der beliebtesten Filamente für funktionale 3D-Drucke. Es ist stabiler als PLA, temperaturbeständiger und gleichzeitig einfacher zu drucken als ABS. Trotzdem stoßen viele Anwender früher oder später auf ein typisches Problem: feine Fäden zwischen den Druckteilen, sogenanntes Stringing.

    Diese dünnen Kunststofffäden entstehen meist beim Wechsel zwischen zwei Druckbereichen und können die Oberfläche eines Drucks deutlich verschlechtern. Besonders bei komplexen Modellen mit vielen Bewegungen der Düse tritt das Problem häufig auf.

    Die gute Nachricht: In den meisten Fällen lässt sich PETG Stringing mit einigen gezielten Anpassungen der Druckeinstellungen deutlich reduzieren oder sogar vollständig vermeiden. In diesem Artikel zeige ich die häufigsten Ursachen und welche Maßnahmen in der Praxis wirklich helfen.

    Was ist Stringing beim 3D-Druck?

    Beim Stringing zieht die Düse während einer Bewegung zwischen zwei Druckpunkten feine Kunststofffäden hinter sich her. Das Material tropft gewissermaßen aus der heißen Düse, obwohl gerade kein Material extrudiert werden sollte.

    Typische Anzeichen sind:

    • feine Kunststofffäden zwischen Bauteilen
    • kleine „Spinnweben“ auf der Oberfläche
    • unruhige Übergänge zwischen Druckbereichen

    Dieses Verhalten tritt besonders häufig bei PETG auf, da das Material eine relativ hohe Viskosität besitzt und dazu neigt, in geschmolzenem Zustand leicht nachzufließen.


    Warum neigt PETG besonders zu Stringing?

    Im Vergleich zu PLA ist PETG etwas zähflüssiger und bleibt länger weich, wenn es aus der Düse austritt. Dadurch kann sich das Material leichter in dünnen Fäden zwischen zwei Punkten ziehen.

    Zusätzlich spielen mehrere Faktoren eine Rolle:

    • zu hohe Drucktemperatur
    • unzureichende Retraction-Einstellungen
    • feuchtes Filament
    • zu hohe Druckgeschwindigkeit
    • falsche Travel-Moves

    In vielen Fällen ist Stringing nicht auf eine einzelne Ursache zurückzuführen, sondern auf eine Kombination mehrerer Faktoren.

    Neben Stringing gehört auch eine schlechte Haftung zu den häufigsten Problemen beim PETG-Druck. Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Problemlösung findest du im Beitrag PETG haftet nicht – Ursachen und Lösungen.


    Die richtige Drucktemperatur einstellen

    Eine der häufigsten Ursachen für Stringing ist eine zu hohe Drucktemperatur.

    Wenn PETG zu heiß gedruckt wird, wird das Material sehr flüssig und kann leichter aus der Düse nachlaufen. Dadurch entstehen beim Verfahrweg der Düse schnell feine Fäden.

    Typische Temperaturbereiche für PETG liegen zwischen:

    • 230 °C und 250 °C

    Wenn du starkes Stringing beobachtest, kann es sinnvoll sein, die Temperatur schrittweise zu reduzieren.

    Ein bewährtes Vorgehen ist ein sogenannter Temperatur-Tower, bei dem das gleiche Modell mit verschiedenen Temperaturen gedruckt wird. So lässt sich schnell erkennen, bei welcher Temperatur die saubersten Ergebnisse entstehen.

    Eine zu niedrige Temperatur sollte jedoch ebenfalls vermieden werden, da sonst die Layerhaftung leiden kann.


    Retraction richtig einstellen

    Die Retraction-Einstellung gehört zu den wichtigsten Parametern, um Stringing zu reduzieren.

    Bei einer Retraction zieht der Drucker das Filament kurz zurück, bevor sich die Düse zu einer neuen Position bewegt. Dadurch wird verhindert, dass geschmolzenes Material aus der Düse austritt.

    Typische Retraction-Werte für PETG sind:

    Direct-Drive-Extruder

    • 0,5 – 1,5 mm Retraction
    • 20 – 35 mm/s Geschwindigkeit

    Bowden-Extruder

    • 3 – 5 mm Retraction
    • 25 – 45 mm/s Geschwindigkeit

    Zu hohe Retraction-Werte können jedoch zu anderen Problemen führen, etwa Unterextrusion oder verstopften Düsen. Deshalb empfiehlt es sich, die Werte schrittweise zu testen.

    Die grundlegenden Parameter wie Drucktemperatur, Retraction und Druckgeschwindigkeit spielen eine zentrale Rolle für die Druckqualität. Eine ausführliche Übersicht der wichtigsten Einstellungen findest du im Leitfaden zu den optimalen PETG-Einstellungen.


    Travel-Moves optimieren

    Auch die Bewegung der Düse zwischen zwei Druckpunkten kann Einfluss auf Stringing haben.

    Viele Slicer bieten Optionen wie:

    • Combing Mode
    • Avoid crossing perimeters
    • Z-Hop

    Diese Funktionen steuern, wie sich die Düse zwischen zwei Druckbereichen bewegt.

    Besonders hilfreich ist oft die Einstellung „Avoid crossing perimeters“, da sie verhindert, dass die Düse unnötig über offene Bereiche fährt.

    Dadurch reduziert sich die Wahrscheinlichkeit, dass sich Fäden zwischen verschiedenen Teilen bilden.


    Feuchtes PETG als Ursache für Stringing

    PETG ist hygroskopisch. Das bedeutet, dass das Filament Feuchtigkeit aus der Umgebungsluft aufnimmt.

    Feuchtes PETG kann mehrere Probleme verursachen:

    • verstärktes Stringing
    • kleine Blasen im Druck
    • raue Oberflächen
    • ungleichmäßige Extrusion

    PETG lässt sich in der Regel bei 50–60 °C für etwa 4–6 Stunden trocknen. Danach verbessert sich die Druckqualität oft deutlich.

    Damit Filament gar nicht erst Feuchtigkeit aufnimmt, lohnt sich eine geeignete Lagerung. Welche Methoden sich bewährt haben, erfährst du im Artikel Filament richtig lagern.

    Wenn dein Filament längere Zeit offen gelagert wurde, kann Feuchtigkeit die Druckqualität stark verschlechtern. Wie du PETG richtig trocknest und lagerst, erkläre ich im Artikel zum Trocknen von PETG-Filament.

    Auch die Qualität des Filaments kann einen großen Einfluss auf Stringing haben. Eine Übersicht empfehlenswerter Materialien findest du im Vergleich zum besten PETG-Filament für Werkstattteile.


    Druckgeschwindigkeit anpassen

    Auch die Druckgeschwindigkeit kann Einfluss auf Stringing haben.

    Wenn sich die Düse sehr schnell bewegt, kann das Filament stärker nachziehen. Gleichzeitig kann eine zu langsame Geschwindigkeit dazu führen, dass das Material länger Zeit hat, aus der Düse zu tropfen.

    Für PETG haben sich meist moderate Geschwindigkeiten bewährt:

    • 40–60 mm/s für Standarddrucke
    • 20–30 mm/s für detailreiche Bereiche

    Je nach Drucker und Filament können jedoch auch andere Werte sinnvoll sein.


    Düsenqualität und Düsentemperatur

    Auch die Düse selbst kann eine Rolle spielen. Abgenutzte oder verschmutzte Düsen führen manchmal zu ungleichmäßiger Extrusion.

    Eine regelmäßige Reinigung kann helfen, Druckprobleme zu vermeiden.

    Außerdem kann ein Wechsel der Düsengröße Einfluss auf Stringing haben. Kleinere Düsen erzeugen oft feinere Druckbilder, während größere Düsen bei funktionalen Bauteilen stabiler arbeiten.


    Weitere Tipps gegen PETG Stringing

    Neben den grundlegenden Einstellungen gibt es noch einige praktische Maßnahmen, die helfen können:

    Lüfterleistung leicht erhöhen
    Mehr Kühlung kann das Material schneller erstarren lassen.

    Slicer-Option „Wipe“ aktivieren
    Der Extruder bewegt sich kurz zurück und wischt überschüssiges Material ab.

    Modellpositionierung optimieren
    Große Abstände zwischen Bauteilen erhöhen das Risiko für Stringing.

    Druckreihenfolge anpassen
    Mehrere kleine Teile können nacheinander gedruckt werden, statt gleichzeitig.


    Fazit – PETG Stringing lässt sich meist gut kontrollieren

    Stringing gehört zu den häufigsten Herausforderungen beim Drucken mit PETG. In den meisten Fällen lässt sich das Problem jedoch mit einigen gezielten Anpassungen deutlich reduzieren.

    Besonders wichtig sind dabei:

    • eine passende Drucktemperatur
    • korrekt eingestellte Retraction
    • trockenes Filament
    • optimierte Travel-Moves

    Wer diese Faktoren systematisch überprüft, kann PETG auch bei komplexeren Modellen sauber und zuverlässig drucken.

    Mit etwas Feintuning lassen sich so stabile, funktionale Bauteile herstellen – ohne störende Fäden oder unsaubere Oberflächen.

    Häufige Fragen zu PETG Stringing

    Warum zieht PETG Fäden beim Drucken?

    PETG neigt stärker zu Stringing als viele andere Filamente, da das Material im geschmolzenen Zustand relativ zähflüssig bleibt. Wenn die Düse zwischen zwei Druckpunkten bewegt wird, kann geschmolzenes Material aus der Düse austreten und dünne Fäden bilden. Häufige Ursachen sind zu hohe Drucktemperaturen, falsche Retraction-Einstellungen oder feuchtes Filament.

    Welche Temperatur reduziert PETG Stringing?

    In vielen Fällen hilft eine leicht niedrigere Drucktemperatur. PETG wird meist zwischen 230 °C und 250 °C gedruckt. Wenn starkes Stringing auftritt, kann es sinnvoll sein, die Temperatur schrittweise um 5 °C zu reduzieren und das Ergebnis zu testen.

    Wie viel Retraction braucht PETG?

    Die optimale Retraction hängt vom Extruder-Typ ab.

    Direct-Drive-Extruder
    etwa 0,5–1,5 mm

    Bowden-Extruder
    etwa 3–5 mm

    Zu hohe Retraction-Werte können jedoch Unterextrusion oder Verstopfungen verursachen.

    Kann feuchtes PETG Stringing verursachen?

    Ja. PETG nimmt Feuchtigkeit aus der Luft auf. Feuchtes Filament kann beim Drucken zu stärkerem Stringing, Blasenbildung und rauen Oberflächen führen. In solchen Fällen hilft es, das Filament bei etwa 50–60 °C für mehrere Stunden zu trocknen.

    Kann man PETG komplett ohne Stringing drucken?

    In der Praxis lassen sich die Fäden meist deutlich reduzieren, aber selten vollständig vermeiden. Mit optimalen Einstellungen, trockenem Filament und sauber abgestimmten Slicer-Parametern kann Stringing jedoch so weit minimiert werden, dass es kaum noch sichtbar ist.

  • PETG trocknen – So vermeidest du Stringing und Blasenbildung beim 3D-Druck

    PETG ist hygroskopisch – das bedeutet, das Filament nimmt Feuchtigkeit aus der Umgebungsluft auf. Schon nach wenigen Tagen in einer normalen Werkstatt kann sich die Druckqualität sichtbar verschlechtern. Typische Anzeichen sind verstärktes Stringing, kleine Blasen im Material oder eine raue Oberfläche.

    Wer PETG zuverlässig drucken möchte, sollte daher wissen, wann und wie das Filament richtig getrocknet wird.

    Damit Filament gar nicht erst Feuchtigkeit aufnimmt, ist eine richtige Lagerung wichtig. Tipps dazu findest du im Artikel Filament richtig lagern.

    Warum nimmt PETG Feuchtigkeit auf?

    PETG gehört zu den Kunststoffen, die Wasser aus der Luft binden. Besonders bei hoher Luftfeuchtigkeit oder längerer Lagerung außerhalb luftdichter Verpackungen kann sich Feuchtigkeit im Material anreichern.

    Beim Drucken verdampft dieses Wasser in der heißen Düse – es entstehen:

    • kleine Knistergeräusche
    • sichtbare Dampfblasen
    • Fädenbildung
    • unruhige Oberflächen

    Woran erkennt man feuchtes PETG?

    Typische Symptome:

    • Starkes Stringing trotz korrekter Retraction
    • Kleine Bläschen oder unruhige Linien
    • Knackende Geräusche beim Drucken
    • Schwankender Extrusionsfluss

    Wenn mehrere dieser Punkte auftreten, ist Feuchtigkeit oft die Ursache.

    Wenn du trotz korrekter Einstellungen Probleme mit schlechter Haftung oder starker Fädenbildung hast, kann auch feuchtes Filament die Ursache sein. Weitere typische Haftungsprobleme bei PETG habe ich hier im Detail erklärt.

    Feuchtes PETG kann nicht nur Bläschen im Material verursachen, sondern auch verstärkt zu Fädenbildung führen. Wie du dieses typische Druckproblem reduzierst, erfährst du im Artikel PETG Stringing vermeiden.

    PETG richtig trocknen – Temperatur und Dauer

    Empfohlene Werte:

    • Temperatur: 50–60 °C
    • Dauer: 4–6 Stunden
    • Bei stark feuchtem Filament: bis zu 8 Stunden

    Wichtig:

    Nicht zu heiß trocknen – PETG kann sich bei zu hohen Temperaturen verformen.

    Neben der richtigen Trocknung spielen auch passende Druckeinstellungen eine wichtige Rolle. Welche Temperatur- und Retraction-Werte sich bewährt haben, findest du hier im Überblick.

    Methoden zum Trocknen von PETG

    1️⃣ Filament-Trockner (empfohlen)

    • Konstante Temperatur
    • Schonend
    • Teilweise direktes Drucken aus dem Gerät möglich

    (SPÄTER Monetarisierung möglich)


    2️⃣ Backofen (mit Vorsicht)

    • Umluft
    • Niedrige Temperatur
    • Separates Thermometer nutzen

    Risiko: Ungenaue Haushaltsöfen können zu heiß werden.


    3️⃣ Dörrgerät

    Viele Anwender nutzen Dörrgeräte erfolgreich, da sie stabile Temperaturen liefern.

    Wie lange bleibt PETG trocken?

    Nach dem Trocknen sollte das Filament:

    • luftdicht gelagert werden
    • mit Silicagel aufbewahrt werden

    In normaler Raumluft kann PETG innerhalb weniger Tage erneut Feuchtigkeit aufnehmen.

    Muss man neues PETG immer trocknen?

    Nicht zwingend.
    Wenn die Vakuumverpackung intakt war, kann das Filament sofort verwendet werden. Bei längerer Lagerung oder sichtbaren Problemen empfiehlt sich jedoch ein kurzer Trocknungsvorgang.

    Auch die Qualität des verwendeten Filaments kann einen Unterschied machen. Eine Übersicht empfehlenswerter PETG-Filamente findest du hier im Vergleich.

    Fazit

    Feuchtes PETG ist eine der häufigsten Ursachen für Stringing und unruhige Druckbilder. Mit der richtigen Trocknung bei 50–60 °C über mehrere Stunden lässt sich die Druckqualität deutlich verbessern.

    Wer regelmäßig PETG nutzt, sollte eine geeignete Trocknungslösung in Betracht ziehen – besonders in Werkstätten mit schwankender Luftfeuchtigkeit.

    Häufige Fragen zum Trocknen von PETG

    Bei welcher Temperatur sollte man PETG trocknen?

    PETG sollte in der Regel bei 50–60 °C getrocknet werden. Höhere Temperaturen können das Filament verformen oder die Spule beschädigen. Wichtig ist eine möglichst konstante Temperatur über mehrere Stunden.

    Wie lange muss PETG getrocknet werden?

    Für leicht feuchtes Filament reichen meist 4–6 Stunden. Ist das PETG stark mit Feuchtigkeit gesättigt, kann eine Trocknungsdauer von 6–8 Stunden sinnvoll sein.

    Kann man PETG im Backofen trocknen?

    Grundsätzlich ja, allerdings mit Vorsicht. Haushaltsöfen schwanken häufig in der Temperatur. Ein separates Ofenthermometer ist empfehlenswert, um Überhitzung zu vermeiden.

    Muss man neues PETG vor dem Drucken trocknen?

    Wenn die Vakuumverpackung unbeschädigt ist, kann neues PETG in der Regel direkt verwendet werden. Bei längerer Lagerung oder sichtbaren Druckproblemen empfiehlt sich jedoch eine kurze Trocknung.

    Woran erkennt man, dass PETG wieder trocken ist?

    Nach dem Trocknen sollte das Filament beim Drucken keine Knistergeräusche mehr verursachen. Die Oberfläche wirkt gleichmäßiger, und Stringing reduziert sich deutlich.

    Wie lagert man PETG richtig?

    PETG sollte luftdicht in einer Box oder einem Beutel mit Trockenmittel (z. B. Silicagel) aufbewahrt werden. So bleibt das Filament länger trocken und einsatzbereit.

  • PETG richtig einstellen – Temperatur, Retraction und Druckgeschwindigkeit im Überblick

    PETG richtig einstellen beim 3D-Druck – Temperatur, Retraction und Druckgeschwindigkeit
    Die richtigen PETG Einstellungen für Temperatur, Retraction und Druckgeschwindigkeit sind entscheidend für saubere 3D-Drucke ohne Stringing.

    PETG gilt als einer der besten Allrounder im 3D-Druck – stabiler als PLA und einfacher zu drucken als ABS. Dennoch führt das Material bei falschen Einstellungen schnell zu Problemen wie Stringing, unsauberen Oberflächen oder schlechter Haftung.

    Wer PETG zuverlässig drucken möchte, sollte die wichtigsten Parameter gezielt anpassen. In diesem Artikel zeige ich, welche Temperaturen, Retraction-Werte und Geschwindigkeiten sich in der Praxis bewährt haben.

    Welches Filament sich grundsätzlich für belastbare Werkstattteile eignet, erkläre ich im Vergleich von PLA, PETG und ABS.

    Die richtige Drucktemperatur für PETG

    Die empfohlene Drucktemperatur für PETG liegt meist zwischen 230 und 250 °C. Der optimale Wert hängt jedoch vom Hersteller und Drucker ab.

    Richtwerte:

    • Einsteigerbereich: 235–240 °C
    • Mehr Layerhaftung: 240–245 °C
    • Weniger Stringing: eher niedriger beginnen

    Ist die Temperatur zu niedrig, leidet die Layerhaftung.
    Ist sie zu hoch, entstehen vermehrt Fädenbildung (Stringing) und unsaubere Oberflächen.

    Ein kleiner Temperatur-Tower-Test hilft, die ideale Einstellung für dein Filament zu finden.

    Neben der richtigen Temperatur beeinflusst auch die Druckoberfläche das Ergebnis. Die Unterschiede zwischen beiden Lösungen erkläre ich im Vergleich PEI vs Glas Druckbett.

    Druckbett-Temperatur optimal einstellen

    Für zuverlässige Haftung empfiehlt sich eine Druckbett-Temperatur von:

    70–85 °C

    • Kleine Bauteile: 70–75 °C
    • Größere Bauteile: 80–85 °C

    Eine konstante Temperatur ist wichtiger als ein besonders hoher Wert. Das Druckbett sollte vollständig aufgeheizt sein, bevor der Druck startet.

    Wenn du häufig Probleme mit schlechter Haftung hast, findest du hier eine ausführliche Anleitung zu den häufigsten Ursachen und Lösungen.

    Retraction richtig einstellen (gegen Stringing)

    PETG neigt stärker zu Fädenbildung als PLA. Eine korrekt eingestellte Retraction reduziert dieses Problem deutlich.

    Typische Richtwerte:

    Direct Drive:

    • 0,8–1,5 mm
    • 25–35 mm/s

    Bowden-System:

    • 3–5 mm
    • 30–45 mm/s

    Zu hohe Retraction-Werte können jedoch zu Unterextrusion führen. Hier ist Feintuning gefragt.

    Wenn beim Drucken feine Fäden zwischen den Bauteilen entstehen, liegt das meist an falschen Retraction- oder Temperatureinstellungen. Wie du dieses Problem gezielt behebst, erkläre ausführlich ich im Artikel PETG Stringing vermeiden.

    Wenn trotz korrekter Retraction weiterhin Fäden entstehen, kann feuchtes Filament die Ursache sein. Eine Anleitung zum Trocknen von PETG findest du hier.

    Druckgeschwindigkeit für saubere Ergebnisse

    PETG profitiert von moderaten Geschwindigkeiten.

    Empfehlung:

    • Erste Schicht: 15–25 mm/s
    • Standarddruck: 40–60 mm/s

    Zu hohe Geschwindigkeiten verschlechtern die Oberflächenqualität und erhöhen das Risiko von Stringing.

    Lüfter-Einstellungen bei PETG

    Im Gegensatz zu PLA benötigt PETG weniger Kühlung.

    Empfehlung:

    • Erste Schicht: Lüfter aus
    • Danach: 30–50 %

    Zu starke Kühlung kann die Layerhaftung verschlechtern.

    Checkliste – PETG Grundeinstellungen

    • Drucktemperatur: 235–245 °C
    • Bett: 70–85 °C
    • Retraction angepasst
    • Moderate Geschwindigkeit
    • Lüfter nicht zu hoch

    Mit diesen Basiswerten lassen sich die meisten PETG-Drucke stabil und reproduzierbar umsetzen.

    Die Wahl eines passenden PETG-Filaments ist dabei ebenso entscheidend wie die richtigen Einstellungen. Eine aktuelle Auswahl geeigneter Produkte findest du hier im Vergleich.

    Fazit

    PETG lässt sich zuverlässig drucken, wenn die wichtigsten Parameter sauber abgestimmt sind. Die richtige Kombination aus Temperatur, Retraction und Geschwindigkeit entscheidet über saubere Oberflächen und stabile Bauteile.

    Wer sich einmal die Mühe macht, sein Filament systematisch einzustellen, wird mit PETG langfristig sehr konstante Ergebnisse erzielen.

    Häufige Fragen zum Thema PETG richtig einstellen

    Welche Temperatur ist ideal für PETG?

    Die meisten PETG-Filamente lassen sich bei 230–250 °C gut verarbeiten. In der Praxis hat sich ein Bereich zwischen 235 und 245 °C bewährt. Die optimale Temperatur hängt jedoch vom Hersteller und Drucker ab. Ein Temperatur-Tower hilft, den besten Wert zu ermitteln.

    Warum zieht PETG so viele Fäden (Stringing)?

    Stringing entsteht meist durch zu hohe Drucktemperaturen oder unzureichend eingestellte Retraction-Werte. Eine leicht reduzierte Temperatur sowie korrekt angepasste Rückzugs-Einstellungen können das Problem deutlich verringern.

    Wie hoch sollte die Druckbett-Temperatur bei PETG sein?

    Eine Druckbett-Temperatur zwischen 70 und 85 °C sorgt in der Regel für zuverlässige Haftung. Bei größeren Bauteilen kann eine etwas höhere Einstellung sinnvoll sein.

    Braucht PETG einen geschlossenen Drucker?

    Nein. PETG lässt sich problemlos mit offenen Druckern verarbeiten. Wichtig ist jedoch eine möglichst konstante Umgebung ohne starke Zugluft oder extreme Temperaturschwankungen.

    Wie schnell sollte man PETG drucken?

    Für saubere Ergebnisse empfiehlt sich eine moderate Druckgeschwindigkeit von 40–60 mm/s. Die erste Schicht sollte deutlich langsamer gedruckt werden, um eine stabile Haftung zu gewährleisten.

  • PETG haftet nicht am Druckbett? Ursachen und Lösungen im Überblick

    PETG haftet nicht am Druckbett – fehlgeschlagene erste Schicht beim 3D-Druck mit PETG
    Wenn PETG nicht richtig am Druckbett haftet, kann sich die erste Schicht lösen und der Druck fehlschlagen.

    PETG gilt als idealer Allrounder für funktionale Werkstattteile – doch gerade bei der ersten Schicht treten häufig Probleme auf. Das Filament haftet nicht richtig am Druckbett, Ecken lösen sich oder der Druck bricht bereits nach wenigen Minuten ab. Besonders ärgerlich wird es, wenn trotz sauberer Einstellungen immer wieder Warping oder Ablösungen auftreten.

    Welches Filament sich grundsätzlich für belastbare Werkstattteile eignet, habe ich im ausführlichen Vergleich von PLA, PETG und ABS beschrieben

    Wenn PETG nicht haftet, liegt die Ursache meist nicht am Material selbst, sondern an einer Kombination aus Temperatur, Druckbett-Oberfläche und Z-Offset. Schon kleine Abweichungen können ausreichen, um die Haftung deutlich zu verschlechtern.

    In diesem Artikel zeige ich die häufigsten Ursachen für schlechte Haftung bei PETG und erkläre, mit welchen konkreten Maßnahmen du dauerhaft zuverlässige Ergebnisse erzielst.

    Warum haftet PETG schlecht am Druckbett?

    Wenn PETG nicht am Druckbett haftet, liegt die Ursache selten am Material selbst. In den meisten Fällen spielen mehrere Faktoren zusammen. Schon kleine Abweichungen bei Temperatur oder Z-Offset können dazu führen, dass sich die erste Schicht löst oder Ecken hochziehen.

    Die häufigsten Ursachen sind:

    1. Falscher Z-Offset oder zu großer Abstand zur Düse

    Die erste Schicht entscheidet über den gesamten Druck. Ist der Abstand zwischen Düse und Druckbett zu groß, wird das Filament nicht ausreichend „angedrückt“. Die Folge: Das Material liegt nur lose auf und verbindet sich nicht mit der Oberfläche.

    Bei PETG ist eine leicht „gequetschte“ erste Schicht entscheidend. Zu wenig Druck auf die erste Schicht ist einer der häufigsten Gründe für Haftungsprobleme.


    2. Zu niedrige Druckbett-Temperatur

    PETG benötigt in der Regel eine Bett-Temperatur zwischen 70 und 85 °C. Ist das Druckbett zu kalt, kühlt das Filament zu schnell ab und haftet nicht zuverlässig. Besonders bei größeren Bauteilen kann dies zu Warping führen.

    Eine konstante, ausreichend hohe Temperatur ist entscheidend für eine stabile Verbindung zwischen Filament und Druckoberfläche.


    3. Verschmutztes Druckbett

    Fingerabdrücke, Staub oder alte Kleberreste können die Haftung stark beeinträchtigen. Selbst wenn das Druckbett optisch sauber wirkt, können Fett- oder Ölreste die Verbindung verhindern.

    Eine regelmäßige Reinigung mit Isopropanol oder warmem Wasser und Spülmittel sorgt für eine deutlich bessere Haftung.


    4. Falsche Druckoberfläche

    Nicht jede Druckplatte eignet sich gleich gut für PETG. Auf Glas haftet PETG oft sehr stark – teilweise sogar zu stark. Auf glatten Oberflächen kann es hingegen bei falscher Einstellung zu Ablösungen kommen.

    Texturierte PEI-Platten oder eine geeignete Trennschicht können die Haftung kontrollierbarer machen.


    5. Zugluft oder starke Temperaturunterschiede

    Auch wenn PETG weniger empfindlich ist als ABS, können starke Temperaturschwankungen oder Zugluft dazu führen, dass sich Ecken anheben. Besonders in unbeheizten Werkstätten im Winter kann das eine Rolle spielen.

    Ein möglichst konstanter Druckbereich verbessert die Ergebnisse deutlich.

    Die besten Lösungen für zuverlässige Haftung bei PETG

    Wenn PETG nicht am Druckbett haftet, lässt sich das Problem in den meisten Fällen mit gezielten Anpassungen schnell beheben. Entscheidend ist, die erste Schicht optimal einzustellen und die Rahmenbedingungen zu kontrollieren.

    1. Z-Offset korrekt einstellen

    Der Abstand zwischen Düse und Druckbett ist der wichtigste Faktor für eine stabile erste Schicht. PETG sollte leicht „angedrückt“ werden, sodass die Bahnen sauber nebeneinanderliegen und sich minimal verbinden.

    Ist die erste Schicht rund und lose sichtbar, ist der Abstand zu groß. Wirkt sie stark verschmiert oder ungleichmäßig, ist die Düse möglicherweise zu nah am Bett.

    Eine saubere Kalibrierung oder ein First-Layer-Testdruck schafft hier schnell Klarheit.


    2. Druckbett-Temperatur anpassen

    Für PETG hat sich eine Bett-Temperatur zwischen 70 und 85 °C bewährt. Bei Haftungsproblemen kann eine leichte Erhöhung um 5 °C bereits helfen.

    Wichtig ist außerdem, dass das Bett die eingestellte Temperatur wirklich erreicht und gleichmäßig hält. Ein zu früh startender Druck kann dazu führen, dass die erste Schicht auf einer noch nicht vollständig aufgeheizten Oberfläche gedruckt wird.


    3. Erste-Schicht-Geschwindigkeit reduzieren

    Eine zu hohe Druckgeschwindigkeit kann die Haftung verschlechtern. Für die erste Schicht empfiehlt sich eine deutlich reduzierte Geschwindigkeit, beispielsweise 15–25 mm/s.

    Langsamer Druck sorgt dafür, dass das Filament mehr Zeit hat, sich mit der Oberfläche zu verbinden.


    4. Druckbett gründlich reinigen

    Vor dem Druck sollte das Druckbett frei von Fett- und Staubresten sein. Eine Reinigung mit Isopropanol (mindestens 70 %) oder warmem Wasser und etwas Spülmittel verbessert die Haftung deutlich.

    Wichtig: Nach der Reinigung die Oberfläche nicht mehr mit bloßen Fingern berühren.


    5. Geeignete Haftunterstützung nutzen

    Je nach Druckoberfläche kann eine zusätzliche Trenn- oder Haftschicht sinnvoll sein. Bei glatten PEI- oder Glasplatten hilft beispielsweise ein dünner Klebestift-Film, die Haftung kontrollierbar zu machen und gleichzeitig Beschädigungen der Oberfläche zu vermeiden.

    Bei texturierten Platten reicht häufig eine saubere Oberfläche ohne zusätzliche Mittel aus.


    6. Umgebungseinflüsse minimieren

    Zugluft oder starke Temperaturschwankungen können die Haftung beeinträchtigen. Wenn möglich, sollte der Drucker an einem geschützten Ort stehen. In kälteren Werkstätten kann bereits das Schließen von Fenstern oder Türen einen spürbaren Unterschied machen.

    Für optimale Druckergebnisse solltest du außerdem die grundlegenden PETG-Einstellungen überprüfen.

    Feuchtigkeit im Filament kann ebenfalls zu Haftungsproblemen und verstärkter Fädenbildung führen. Wie du PETG richtig trocknest, erfährst du hier.

    Kurz-Checkliste für perfekte Haftung

    • Z-Offset korrekt eingestellt
    • Druckbett 70–85 °C
    • Erste Schicht langsam gedruckt
    • Druckbett gründlich gereinigt
    • Keine Zugluft im Raum

    Wenn diese Punkte erfüllt sind, haftet PETG in der Regel zuverlässig und reproduzierbar.

    Auch die Wahl der Druckoberfläche spielt eine wichtige Rolle für die Haftung. Einen ausführlichen Vergleich findest du im Artikel PEI vs Glas Druckbett – welche Oberfläche ist besser für PETG?

    Auch die Qualität des verwendeten PETG-Filaments kann die Haftung beeinflussen. Eine Übersicht empfehlenswerter Optionen findest du hier.

    Häufige Fragen zu PETG und Haftungsproblemen

    Warum haftet PETG schlechter als PLA?

    PETG haftet nicht grundsätzlich schlechter als PLA, reagiert jedoch empfindlicher auf einen falschen Z-Offset und ungeeignete Druckbett-Oberflächen. Während PLA oft auch bei leicht falschen Einstellungen noch haftet, benötigt PETG eine sauber eingestellte erste Schicht und eine ausreichend hohe Bett-Temperatur.

    Welche Druckbett-Temperatur ist ideal für PETG?

    In den meisten Fällen liegt die optimale Druckbett-Temperatur zwischen 70 und 85 °C. Bei Haftungsproblemen kann eine leichte Erhöhung um 5 °C helfen. Wichtig ist außerdem, dass das Druckbett vollständig aufgeheizt ist, bevor der Druck startet.

    Sollte man bei PETG einen Klebestift verwenden?

    Das hängt von der Druckoberfläche ab. Auf Glas oder glattem PEI kann ein dünner Klebestift-Film sinnvoll sein – nicht nur zur besseren Haftung, sondern auch als Trennschicht, damit PETG die Oberfläche nicht beschädigt. Auf texturierten Platten ist meist keine zusätzliche Haftunterstützung nötig.

    Warum löst sich nur eine Ecke des Druckteils?

    Hebt sich nur eine Ecke an, liegt häufig Warping vor. Ursachen sind meist Zugluft, eine ungleichmäßige Bett-Temperatur oder eine zu geringe erste-Schicht-Haftung. Eine reduzierte Druckgeschwindigkeit der ersten Schicht und eine stabile Umgebungstemperatur helfen hier deutlich.

    Kann man PETG ohne geschlossenen Drucker drucken?

    Ja. Im Gegensatz zu ABS lässt sich PETG problemlos mit offenen Druckern verarbeiten. Wichtig ist jedoch eine möglichst konstante Umgebung ohne starke Temperaturschwankungen.