SUNLU S2 vs. Creality Space Pi: Welcher Filamenttrockner ist besser?

SUNLU S2 vs. Creality Space Pi – Vergleich zweier Filamenttrockner für eine Rolle
SUNLU S2 vs. Creality Space Pi: Zwei kompakte Filamenttrockner für jeweils eine Spule im direkten Vergleich. Symbolbild: Jakub Żerdzicki / Unsplash.

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SUNLU S2 vs. Creality Space Pi: Beide Filamenttrockner sind für eine einzelne Rolle ausgelegt, erreichen laut Hersteller bis zu 70 °C und erlauben das Drucken direkt aus der Box. Trotzdem gibt es relevante Unterschiede bei Heizleistung, Temperaturbereich, Abmessungen und Bedienung. Genau diese Punkte entscheiden darüber, welches Gerät besser zu deinem Druckalltag passt.

Dieser Vergleich ist eine Entscheidungshilfe auf Basis aktueller Herstellerangaben und nachvollziehbarer Einsatzfälle. Für diesen Beitrag wurden keine eigenen Temperatur-, Trocknungs- oder Verbrauchsmessungen durchgeführt. Die Nennleistung sagt außerdem nicht automatisch aus, wie viel Strom ein kompletter Trocknungsvorgang tatsächlich benötigt.

Kurzentscheidung: SUNLU S2 oder Creality Space Pi?

  • SUNLU FilaDryer S2: sinnvoll, wenn du eine kompakte und genügsame Ein-Spulen-Lösung suchst, häufig PLA, PETG oder TPU trocknest und die geringere maximale Leistungsaufnahme attraktiv findest.
  • Creality Space Pi: sinnvoll, wenn du mehr Heizreserve, einen langen Timer, Materialprogramme und eine komfortable Bedienung mit großem Touchscreen bevorzugst.
  • Für zwei oder vier Rollen: Keines der beiden Geräte ist die richtige Wahl. Dann passen Space Pi Plus, SUNLU S4 oder SpacePi X4 besser.

SUNLU S2 vs. Creality Space Pi: Technische Daten

Die folgende Tabelle stellt die veröffentlichten Produktdaten gegenüber. Je nach Modellrevision, Region und Händlerangebot können Details abweichen. Prüfe vor dem Kauf daher zusätzlich die konkrete Angebotsbeschreibung.

MerkmalSUNLU FilaDryer S2Creality Space Pi
Kapazität1 Spule1 Spule
Temperaturbereich35–70 °C45–70 °C
Maximale Leistungsangabe48 W145 W Nennleistung
Heizkonzeptobere und untere Heizflächen mit UmluftventilatorPTC-Heizung mit zirkulierender Heißluft
Anzeige4,6-Zoll-LCD-Touchdisplay4-Zoll-Touchscreen
Feuchtigkeitsanzeigejaja
Timermaterialabhängige Programme und Zeitsteuerung0–48 Stunden
Drucken aus dem Trocknerjaja
Filamentdurchmesser1,75 / 2,85 / 3,0 mm1,75 / 2,85 mm
Abmessungen laut Hersteller265 × 274 × 118 mm300 × 200 × 100 mm
Gewichtca. 1,11 kgca. 1,14 kg
Speicher nach Stromunterbrechungabhängig von Geräteversion/ProgrammParameter-Speicher laut Creality

Quellen: SUNLU Produktseite zum FilaDryer S2 und Creality Produktseite zum Space Pi. Herstellerwerte sind keine eigenen Messwerte.

Der größte Unterschied: Heizleistung und Heizkonzept

Auf dem Papier fällt vor allem die unterschiedliche Leistungsangabe auf. SUNLU nennt für den S2 maximal 48 W. Creality gibt für den Space Pi eine Nennleistung von 145 W an. Daraus lässt sich ableiten, dass der Space Pi deutlich mehr elektrische Heizleistung bereitstellen kann. Daraus folgt aber nicht automatisch, dass er in jedem Szenario dreimal schneller trocknet oder dreimal so viel Energie verbraucht.

Der reale Energiebedarf hängt unter anderem von Raumtemperatur, Solltemperatur, Laufzeit, Regelverhalten, Spule, Luftaustausch und Wärmeverlusten ab. Sobald die Zieltemperatur erreicht ist, arbeiten geregelte Heizungen nicht zwingend dauerhaft mit ihrer Nennleistung. Ohne Messung wäre ein konkreter Verbrauchsvergleich deshalb unseriös.

SUNLU S2: flächige 360-Grad-Erwärmung mit Umluft

Der SUNLU S2 kombiniert laut Hersteller obere und untere Heizflächen mit einem Ventilator im unteren Bereich. Die Luft soll dadurch um die Spule zirkulieren. Das Gerät deckt 35 bis 70 °C ab und zeigt Temperatur, Zeit, Luftfeuchtigkeit sowie das gewählte Material auf einem 4,6-Zoll-Display an.

Die niedrigere Leistungsaufnahme ist interessant, wenn du lange Trocknungsprogramme nutzt und nicht maximale Aufheizgeschwindigkeit, sondern eine kompakte Dauerlösung suchst. Ob dieser Vorteil den langsameren Temperaturanstieg aufwiegt, hängt vom verwendeten Material und deinem Tagesablauf ab.

Creality Space Pi: PTC-Heißluft mit mehr Heizreserve

Creality setzt beim Space Pi auf eine 145-W-PTC-Heizung und zirkulierende Heißluft. Der einstellbare Bereich beginnt bei 45 °C und reicht ebenfalls bis 70 °C. Die höhere Leistungsreserve ist vor allem dann attraktiv, wenn der Trockner häufig neu aufgeheizt wird oder eine höhere Solltemperatur zügig erreichen soll. Eine konkrete Zeitersparnis lässt sich ohne identische Vergleichsmessung aber nicht beziffern.

Temperaturbereich: Für welche Filamente reichen beide?

Mit einer maximalen Solltemperatur von 70 °C decken beide Trockner viele typische Anwendungen ab. Für die richtige Einstellung sind jedoch immer die Angaben des Filamentherstellers und die Temperaturbeständigkeit der Spule maßgeblich.

  • PLA: Für moderates Trocknen geeignet. Der niedrigere Startbereich des SUNLU kann zusätzliche Flexibilität bieten.
  • PETG: Beide Geräte liegen im typischen Temperaturbereich vieler PETG-Empfehlungen.
  • TPU: Beide eignen sich gut für das Trocknen und anschließende Drucken direkt aus der Box.
  • ABS und ASA: 70 °C können je nach Filament ausreichen, liegen aber bei manchen Herstellerempfehlungen bereits am unteren Rand.
  • Nylon/PA und PC: Nicht pauschal beurteilen. Einige Produkte verlangen höhere Temperaturen, als beide Trockner bereitstellen.

Materialbezogene Richtwerte und wichtige Sicherheitshinweise findest du im Ratgeber Filament trocknen: Temperatur- und Zeit-Tabelle. Für besonders feuchtigkeitsempfindliches flexibles Material gibt es zusätzlich die Anleitung TPU richtig trocknen.

Wichtig bei 70 °C:

Nicht nur das Filament, sondern auch die Spule muss die eingestellte Temperatur vertragen. Pappspulen, schlecht verklebte Spulen oder temperaturempfindliche Kunststoffspulen können sich verformen. Die konkrete Herstellerangabe hat immer Vorrang.

Bedienung und Display im Vergleich

Beide Geräte zeigen die für den Alltag wichtigen Werte direkt am Gehäuse an. Beim SUNLU S2 ist das 4,6-Zoll-LCD etwas größer. Es informiert über Temperatur, Zeit, Luftfeuchtigkeit, Material und Countdown. Voreinstellungen sollen die Bedienung vereinfachen.

Der Space Pi besitzt einen 4-Zoll-Touchscreen, Programme für bis zu zwölf Materialarten, eine frei wählbare Temperatur und einen Timer bis 48 Stunden. Creality nennt außerdem eine Speicherfunktion für die eingestellten Parameter nach einer Stromunterbrechung. Wer häufig zwischen verschiedenen Materialien wechselt oder lange Trocknungszyklen plant, kann diesen Bedienkomfort höher gewichten.

Eine angezeigte relative Luftfeuchtigkeit ist bei beiden Geräten hilfreich, aber kein direkter Messwert für die Restfeuchte im Inneren des Filaments. Sie zeigt vor allem den Zustand der Luft in der Kammer und dessen Veränderung während des Betriebs.

Drucken direkt aus dem Filamenttrockner

Sowohl SUNLU S2 als auch Creality Space Pi können das Filament während des Druckens ausgeben. Das ist besonders bei TPU, PETG und Nylon sinnvoll: Nach dem Trocknen wird die Rolle nicht wieder offen neben dem Drucker platziert und nimmt während eines langen Druckjobs weniger schnell neue Feuchtigkeit auf.

Vor der Aufstellung solltest du den Filamentweg prüfen. Enge Bögen, ein ungünstiger Austrittswinkel oder zu viel Reibung können die Förderung belasten. Bei flexiblem TPU ist ein möglichst kurzer und gleichmäßiger Weg besonders wichtig. Dreht sich die Rolle nicht leicht genug, kann die vermeintlich praktische Drybox selbst zum Druckproblem werden.

Platzbedarf: unterschiedlich geschnittene Gehäuse

Beide Geräte sind kompakt, nutzen die Stellfläche aber unterschiedlich. SUNLU nennt 265 × 274 × 118 mm, Creality 300 × 200 × 100 mm. Der Space Pi ist nach diesen Herstellermaßen länger, aber schmaler und flacher. Der S2 wirkt von oben kompakter in der Länge, benötigt dafür mehr Tiefe.

Die reine Gehäusegröße reicht für die Planung nicht aus. Ergänze Platz für Stromanschluss, Filamentausgang, PTFE-Führung und das Öffnen des Deckels. Wenn der Trockner in einem Regal oder direkt neben einem geschlossenen Drucker stehen soll, lohnt sich vorher ein einfaches Ausmessen.

Welche Lösung ist im Alltag günstiger?

Der Kaufpreis schwankt regelmäßig. Deshalb nennen wir hier keine kurzfristigen Angebotspreise. Vergleiche stattdessen den aktuellen Endpreis und berücksichtige, wie oft du den Trockner tatsächlich nutzt.

  • Der SUNLU S2 ist häufig die vernünftige Wahl, wenn du eine Rolle nach der anderen trocknest, ausreichend Zeit einplanst und die niedrigere Leistungsangabe bevorzugst.
  • Der Creality Space Pi kann den Aufpreis rechtfertigen, wenn Heizreserve, 48-Stunden-Timer und Materialprogramme regelmäßig genutzt werden.
  • Wenn du nur selten PLA trocknest, kann auch eine saubere, luftdichte Lagerung mit Trockenmittel wichtiger sein als der teurere Trockner.
  • Wenn ständig zwei Rollen parallel gebraucht werden, ist ein einzelnes Ein-Spulen-Gerät trotz niedrigerem Preis möglicherweise unpraktisch.

Kaufempfehlung nach Einsatzfall

SUNLU FilaDryer S2

Passt besser, wenn du …

  • eine kompakte Ein-Spulen-Lösung suchst,
  • vor allem PLA, PETG oder TPU nutzt,
  • lange und moderate Trocknung akzeptierst,
  • eine geringere maximale Leistungsaufnahme bevorzugst,
  • Temperaturen ab 35 °C einstellen möchtest.

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Creality Space Pi

Passt besser, wenn du …

  • mehr elektrische Heizreserve möchtest,
  • einen Timer bis 48 Stunden benötigst,
  • häufig zwischen Materialien wechselst,
  • Materialprogramme und Parameterspeicher schätzt,
  • ein längliches, schmaleres Gehäuse besser stellen kannst.

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* Bei den gekennzeichneten Verweisen handelt es sich um Affiliate-Links. Wenn du darüber etwas kaufst, erhalten wir gegebenenfalls eine Provision. Für dich ändert sich der Preis nicht.

Wann solltest du stattdessen einen größeren Trockner kaufen?

S2 und Space Pi sind gute Lösungen für einzelne Spulen. Wenn du regelmäßig mehrere Materialien offen hast, mehrere Drucker versorgst oder Multicolor-Drucke vorbereitest, wird der wiederholte Rollenwechsel schnell lästig.

  • Zwei Rollen: Ein Space Pi Plus oder ein anderer Zwei-Spulen-Trockner spart Wechsel und parallele Laufzeit.
  • Vier Rollen bei gleicher Temperatur: Der SUNLU S4 ist auf einen gemeinsamen großen Trockenraum ausgelegt.
  • Vier Rollen und unterschiedliche Temperaturen: Der SpacePi X4 besitzt zwei getrennt regelbare Kammern und erreicht laut Hersteller bis 85 °C.
  • Bambu AMS 1: Ein passendes Heater-Upgrade kann praktischer sein als zusätzliche Filamentwege neben dem AMS.

Die größere Geräteauswahl findest du im Filamenttrockner Vergleich 2026. Wenn vier Spulen im Mittelpunkt stehen, hilft der direkte Vergleich SUNLU S4 vs. Creality SpacePi X4.

Häufige Fragen zu SUNLU S2 und Creality Space Pi

Welcher Filamenttrockner erreicht die höhere Temperatur?

Beide Geräte erreichen laut Hersteller maximal 70 °C. Der SUNLU S2 lässt sich ab 35 °C einstellen, der Space Pi ab 45 °C.

Welcher Trockner hat mehr Heizleistung?

Creality nennt 145 W Nennleistung, SUNLU maximal 48 W. Das spricht für mehr Heizreserve beim Space Pi. Die Werte allein erlauben aber keine verlässliche Aussage über Aufheizdauer oder Gesamtverbrauch eines Trocknungsvorgangs.

Kann man während des Trocknens drucken?

Ja. Beide Geräte sind dafür ausgelegt, das Filament direkt aus der geschlossenen Box zum Drucker zu führen. Achte auf einen reibungsarmen Filamentweg.

Sind beide Geräte für TPU geeignet?

Grundsätzlich ja. Beide decken typische Trocknungstemperaturen vieler TPU-Filamente ab. Die konkrete Empfehlung des Filamentherstellers hat Vorrang. Gerade bei TPU ist das direkte Drucken aus dem Trockner praktisch.

Benötigt dein Filament laut Hersteller mehr als 70 °C, lies die Kaufberatung Filamenttrockner für Nylon und PA-CF und den ELEGOO H1 HT Check.

Reichen 70 °C für Nylon oder PC?

Nicht immer. Einige PA-, PA-CF- und PC-Produkte benötigen laut Hersteller höhere Temperaturen. Prüfe deshalb die Spulenangabe. Für solche Materialien kann ein Hochtemperaturtrockner die bessere Wahl sein.

Welche Version des Space Pi ist gemeint?

Der Vergleich bezieht sich auf das Ein-Spulen-Modell Space Pi mit 45–70 °C und 145 W Nennleistung. Creality bietet inzwischen unterschiedliche Space-Pi-Varianten und Modellrevisionen an. Vergleiche die konkrete Produktbezeichnung im Händlerangebot vor dem Kauf.

Fazit: SUNLU S2 oder Creality Space Pi?

Im Duell SUNLU S2 vs. Creality Space Pi gibt es keinen pauschalen Sieger. Beide trocknen eine Rolle, erreichen bis zu 70 °C und erlauben das Drucken aus der Box. Der SUNLU S2 überzeugt als kompakte, unkomplizierte Lösung mit niedrigerer maximaler Leistungsangabe für den regelmäßigen Einsatz mit PLA, PETG und TPU. Der Space Pi bietet deutlich mehr nominelle Heizleistung, einen langen Timer und eine komfortable Bedienung.

Wenn du meist nur eine Rolle verwendest und genügend Zeit für die Trocknung einplanst, ist der SUNLU S2 häufig die vernünftigere Wahl. Wenn du häufig neu aufheizt, Materialprogramme nutzt und Bedienkomfort höher gewichtest, passt der Creality Space Pi besser. Für zwei oder vier parallel genutzte Rollen solltest du direkt eine größere Lösung wählen, statt später einen zweiten Ein-Spulen-Trockner nachzukaufen.