SUNLU S4 vs. Creality SpacePi X4: Welcher Filamenttrockner ist besser?

Vergleich zweier Filamenttrockner für vier Rollen: gemeinsamer Trockenraum und zwei getrennte Kammern

SUNLU S4 vs. Creality SpacePi X4: Beide Filamenttrockner nehmen bis zu vier Spulen auf und ermöglichen das Drucken aus dem Trockner. Trotzdem richten sie sich nicht an exakt dieselben Nutzer. Der wichtigste Unterschied ist nicht allein die maximale Temperatur, sondern der Aufbau der Trockenkammern.

Der SUNLU FilaDryer S4 trocknet vier typische 1-kg-Spulen gemeinsam in einer großen Kammer bei bis zu 70 °C. Der Creality SpacePi X4 teilt seine vier Spulenplätze dagegen auf zwei unabhängig regelbare Kammern auf und erreicht laut Hersteller bis zu 85 °C. Dadurch kann der X4 gleichzeitig unterschiedliche Materialien bei verschiedenen Temperaturen behandeln.

Dieser Vergleich ist eine Entscheidungshilfe anhand der Herstellerangaben und nachvollziehbarer Einsatzfälle. Ich habe für diesen Artikel keine eigenen Temperatur-, Trocknungs- oder Verbrauchsmessungen durchgeführt. Angaben zu Leistung, Temperaturverteilung und Energiebedarf sind deshalb ausdrücklich als Hersteller- oder Händlerangaben gekennzeichnet.

Kurzentscheidung: Welcher Trockner passt besser?

  • SUNLU S4: die vernünftigere Wahl, wenn vier Rollen meist gemeinsam bei derselben Temperatur getrocknet werden und der Preis wichtig ist.
  • Creality SpacePi X4: die flexiblere Wahl für zwei Materialgruppen, höhere Trocknungstemperaturen und technische Filamente.
  • Günstigeres Gerät: Ein Ein- oder Zwei-Spulen-Trockner genügt, wenn nie mehr als zwei Rollen gleichzeitig benötigt werden.

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SUNLU S4 vs. Creality SpacePi X4 im direkten Vergleich

MerkmalSUNLU FilaDryer S4Creality SpacePi X4
Kapazität4 × 1-kg-Spulenbis zu 4 Spulen; auch größere Spulen innerhalb der Maßgrenzen
Kammeraufbaueine gemeinsame Kammerzwei unabhängig geregelte Kammern
Temperaturbereichbis 70 °C45–85 °C
HeizungPTC-Heizung, drei Lüfter2 × 200-W-PTC-Heizung, getrennt regelbar
Leistungsangabe330 W Heizleistung laut SUNLU; 320 W Nennleistung bei 3DJake360 W Nennleistung laut Creality
Spulengrößemaximal etwa 75 × 206 mm je 1-kg-SpuleDurchmesser bis 200 mm, Breite bis 150 mm
Filamentdurchmesser1,75 / 2,85 / 3,0 mm1,75 / 2,85 mm
Drucken aus dem Trocknerja, acht Ausgänge; PTFE-Schläuche im Lieferumfangja, obere und hintere PTFE-Anschlüsse; PTFE-Schlauch laut Hersteller nicht enthalten
Feuchtigkeitsmanagementautomatische Feuchtesteuerung und Entlüftungsöffnungenaktive Entfeuchtung, Einwegventile und automatische Trockenmittel-Regeneration
BedienungTouchscreen, Materialprogramme, LED-Statusring3,2-Zoll-Touchscreen, Einzel-/Doppelkammermodus, Automatikprogramme
Abmessungen458 × 218 × 312 mm382 × 290 × 270 mm
Gewichtca. 5,5 kgca. 5 kg
Typische Stärkevier Rollen unkompliziert gemeinsam trocknenzwei Materialien bei unterschiedlichen Temperaturen trocknen

Die Angaben stammen von den Produktseiten von SUNLU, Creality sowie ergänzend von 3DJake. Bei einzelnen Leistungsangaben zum S4 unterscheiden sich Heiz- und Nennleistung. Für die elektrische Absicherung und eine exakte Verbrauchsbetrachtung ist deshalb das Typenschild des tatsächlich gelieferten Geräts maßgeblich.

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Der wichtigste Unterschied: eine oder zwei Trockenkammern

Beim Vergleich SUNLU S4 vs. Creality SpacePi X4 entscheidet vor allem die Art der Nutzung. Der S4 besitzt eine große gemeinsame Kammer. Alle eingelegten Rollen werden damit unter denselben Bedingungen getrocknet. Das ist einfach und praktisch, solange die Materialien dieselbe oder zumindest eine ähnliche Trocknungstemperatur benötigen.

Der SpacePi X4 besteht aus zwei getrennten Kammern mit jeweils eigener PTC-Heizung und Temperaturregelung. In der Praxis kannst du beispielsweise zwei PETG-Rollen in einer Kammer und zwei Nylon- oder PC-Rollen in der anderen Kammer trocknen. Creality erlaubt außerdem den Betrieb nur einer Kammer, wenn gerade nicht die volle Kapazität benötigt wird.

Die zwei Kammern sind kein automatischer Qualitätsbeweis. Wer ohnehin vier identische Rollen vorbereitet, nutzt den größten Vorteil des X4 kaum. Wer regelmäßig verschiedene Materialklassen parallel verarbeitet, gewinnt dagegen echte Flexibilität.

Vier Rollen desselben Materials: Hier ist der SUNLU S4 besonders sinnvoll

Du druckst überwiegend PLA, PETG oder TPU und möchtest mehrere Farben beziehungsweise Ersatzrollen gleichzeitig vorbereiten? Dann ist der SUNLU S4 für viele Nutzer völlig ausreichend.

Typische Einsatzfälle sind:

  • vier PLA-Farben für ein Mehrfarbprojekt,
  • mehrere PETG-Rollen für eine längere Serie,
  • abwechselnd genutzte TPU- und PETG-Rollen mit passend geplanten Programmen,
  • Vorbereitung mehrerer Rollen für eine kleine Druckerfarm,
  • gleichzeitiges Nachtrocknen mehrerer bereits geöffneter Spulen.

Die gemeinsame Kammer vereinfacht die Bedienung: Temperatur und Zeit werden einmal eingestellt. SUNLU nennt drei Lüfter für die Luftzirkulation, acht Filamentausgänge und eine automatische Feuchtesteuerung. Bis zu vier Drucker können theoretisch direkt aus dem S4 versorgt werden, sofern Aufstellung und Filamentwege sinnvoll geplant sind.

Wenn alle vier Rollen dasselbe Programm benötigen, rechtfertigen die zwei unabhängigen Kammern des SpacePi X4 nicht automatisch dessen möglichen Mehrpreis. Genau hier ist der günstigere SUNLU häufig die wirtschaftlichere Entscheidung.

Unterschiedliche Materialien gleichzeitig trocknen: Vorteil SpacePi X4

PLA, PETG, TPU, Nylon und Polycarbonat sollten nicht einfach pauschal mit derselben Temperatur behandelt werden. Neben der Materialart unterscheiden sich auch Rezepturen und Spulenkörper. Maßgeblich bleibt daher immer die Trocknungsempfehlung des konkreten Filamentherstellers.

Die getrennten Kammern des SpacePi X4 sind ideal, wenn du beispielsweise:

  • PLA und PA-CF parallel vorbereiten möchtest,
  • PETG bei moderater und Polycarbonat bei höherer Temperatur trocknest,
  • zwei häufig verwendete Materialgruppen dauerhaft getrennt halten willst,
  • nur eine Hälfte des Geräts betreiben möchtest, während die andere geschlossen bleibt.

Beim SUNLU S4 müsstest du solche Materialien nacheinander trocknen oder eine gemeinsame, für alle eingelegten Rollen geeignete Einstellung wählen. Das kann funktionieren, verschenkt aber Zeit oder Temperaturreserve.

Temperaturbereich: Reichen 70 °C oder sind 85 °C notwendig?

Der SUNLU S4 erreicht laut Hersteller maximal 70 °C. Für PLA, PETG, TPU, ABS und ASA sowie viele alltägliche Anwendungen ist das ein sinnvoller Bereich. SUNLU nennt außerdem PA und PC als unterstützte Materialien. Ob 70 °C für ein konkretes technisches Filament ausreichen, hängt jedoch von der jeweiligen Rezeptur und der geforderten Trocknungsdauer ab.

Der SpacePi X4 bietet mit maximal 85 °C mehr Reserve. Creality richtet diesen Bereich ausdrücklich auf Engineering-Filamente wie PA, PAHT und PC aus. Das ist besonders interessant, wenn der Filamenthersteller Temperaturen oberhalb von 70 °C empfiehlt.

Eine höhere Maximaltemperatur ist nicht automatisch immer besser. Zu hohe Temperaturen können Filament oder Spulenkörper verformen. Creality weist selbst darauf hin, vor Hochtemperaturprogrammen die Wärmebeständigkeit der Spule zu prüfen. Die passende Kombination aus Temperatur und Zeit ist wichtiger als das bloße Einstellen des höchsten Wertes.

Konkrete Richtwerte für unterschiedliche Materialien findest du in meiner Temperatur- und Zeit-Tabelle zum Filamenttrocknen.

Drucken aus dem Trockner: Was ist im Alltag wichtig?

Beide Geräte können Filament direkt zum Drucker führen. Das ist bei langen Aufträgen mit hygroskopischen Materialien besonders sinnvoll, weil die getrocknete Rolle nicht wieder offen in feuchter Raumluft steht.

SUNLU S4

Der S4 besitzt acht Filamentausgänge und wird laut Händlerangaben mit kurzen sowie längeren PTFE-Schläuchen geliefert. Dadurch lässt sich die Zuführung in verschiedene Richtungen aufbauen. Vier Drucker oder mehrere Filamente eines Multi-Material-Setups können prinzipiell gleichzeitig versorgt werden.

Creality SpacePi X4

Der X4 besitzt PTFE-Anschlüsse oben und hinten. Creality weist allerdings darauf hin, dass kein PTFE-Schlauch enthalten ist. Dieser muss gegebenenfalls passend zum Aufbau ergänzt werden. Nach dem Trocknen kann das Filament laut Hersteller durch einen 4-mm-PTFE-Schlauch zum Drucker geführt werden.

Vor dem Kauf solltest du nicht nur die Anzahl der Ausgänge prüfen. Wichtig sind auch:

  • Abstand zwischen Trockner und Drucker,
  • möglichst große Radien im Filamentweg,
  • passender Innen- und Außendurchmesser des PTFE-Schlauchs,
  • Position von Spule und Ausgang,
  • Zugwiderstand für Direct-Drive-Extruder oder Materialsystem.

Ein langer oder stark gebogener Filamentweg kann mehr Probleme verursachen als der Trockner löst. Der Standort sollte deshalb vor dem Kauf geplant werden.

Platzbedarf: breit und flach oder kompakter und tiefer?

Der SUNLU S4 misst laut Produktangaben etwa 458 × 218 × 312 mm. Er ist damit relativ breit, aber weniger tief. Der SpacePi X4 ist mit etwa 382 × 290 × 270 mm schmaler und niedriger, benötigt dafür mehr Tiefe.

Auf einer langen, schmalen Werkbank kann der SUNLU besser passen. In einem Regal mit begrenzter Tiefe sind die 290 mm des Creality-Geräts zuzüglich PTFE-Schläuchen und Kabeln zu berücksichtigen. Unter einem Hängeschrank kann wiederum die geringere Höhe des X4 ein Vorteil sein.

Plane zusätzlich Freiraum für:

  • das Öffnen von Deckeln oder Kammern,
  • PTFE-Schläuche und ihre Biegeradien,
  • das Einsetzen breiter Spulen,
  • Luftauslässe und Kühlung,
  • Netzkabel und sichere Erreichbarkeit.

Bei beiden Geräten ist die Stellfläche groß genug, dass ein vorheriges Ausmessen sinnvoll ist. Vier einzelne Ein-Spulen-Trockner benötigen meist mehr Steckdosen und erzeugen einen unruhigeren Aufbau, können aber flexibler verteilt werden.

Bedienung: Welches Konzept ist einfacher?

Der SUNLU S4 verfolgt das einfachere Konzept. Über den Touchscreen werden Material, Temperatur und Zeit eingestellt. Vorbereitete Programme reduzieren den Aufwand, wenn regelmäßig dieselben Filamente gemeinsam getrocknet werden. Ein LED-Ring zeigt den Betriebsstatus.

Der SpacePi X4 bietet einen 3,2-Zoll-Touchscreen, Materialempfehlungen, eigene Programme und einen Automatikmodus. Weil zwei Kammern getrennt gesteuert werden, sind mehr Einstellungen möglich. Das erhöht die Flexibilität, macht den Ablauf aber zwangsläufig etwas umfangreicher.

Hinzu kommen beim X4 aktive Entfeuchtung, automatische Regeneration des integrierten Trockenmittels, ein leiserer Betrieb nach Erreichen der Zieltemperatur und die Wahl zwischen Einzel- und Doppelkammerbetrieb. Wer möglichst wenig konfigurieren möchte, braucht diese Funktionen nicht zwingend. Wer verschiedene Materialien organisiert, profitiert davon stärker.

Leistung und Energiebedarf richtig einordnen

Die aufgedruckte Leistung ist nicht identisch mit dem tatsächlichen Dauerverbrauch. PTC-Heizungen regeln nach Erreichen der Zieltemperatur, während Lüfter und Regelung weiterlaufen. Umgebungstemperatur, Sollwert, Füllung, Programmdauer und geöffnete Ausgänge beeinflussen den Verbrauch.

Für den SUNLU S4 nennt SUNLU 330 W Heizleistung; 3DJake führt 320 W Nennleistung auf. Ohne eigene Messung lässt sich daraus kein seriöser Verbrauch pro Trocknung ableiten.

Creality nennt für den SpacePi X4 360 W Nennleistung. Zusätzlich veröffentlicht der Hersteller beispielhafte Verbrauchswerte von 0,124 kWh im Einzelkammer- und 0,208 kWh im Doppelkammermodus bei einer Stunde und 85 °C. Das sind Herstellerangaben unter definierten Bedingungen, keine eigenen Messwerte und kein direkter Vergleichstest zum SUNLU.

Wenn du meistens nur eine oder zwei Rollen trocknest, kann der einzeln schaltbare Kammerbetrieb des X4 sinnvoll sein. Wenn regelmäßig vier Rollen gemeinsam vorbereitet werden, relativiert sich dieser Vorteil.

Wann genügt ein günstigeres Gerät?

Viele Nutzer benötigen weder SUNLU S4 noch SpacePi X4. Ein günstiger Ein- oder Zwei-Spulen-Trockner reicht häufig aus, wenn:

  • du nur gelegentlich eine einzelne PETG- oder TPU-Rolle trocknest,
  • maximal zwei offene Spulen gleichzeitig genutzt werden,
  • du keine kleine Druckerfarm betreibst,
  • du keine unterschiedlichen Materialien parallel trocknen musst,
  • deine Filamente laut Hersteller höchstens etwa 60 bis 70 °C benötigen,
  • trockene Lagerboxen den größten Teil deiner Sammlung schützen.

Eine große Vier-Spulen-Box spart erst dann wirklich Arbeit, wenn ihre Kapazität regelmäßig genutzt wird. Wer nur eine Rolle pro Woche trocknet, bezahlt sonst für Volumen, Heizleistung und Stellfläche, die kaum gebraucht werden.

Wenn eine einzelne Rolle genügt, vergleicht der neue Ratgeber SUNLU S2 vs. Creality Space Pi die beiden kompakten Alternativen im Detail. Weitere günstige Ein- und Zwei-Spulen-Geräte findest du im vollständigen Filamenttrockner-Vergleich 2026.

SUNLU S4 oder SpacePi X4: Kaufempfehlung nach Einsatzfall

EinsatzfallPassendere WahlWarum?
Vier Rollen PLA oder PETG vorbereitenSUNLU S4gemeinsames Programm genügt; meist preisbewusster
Vier Farben desselben MaterialsSUNLU S4einfache gemeinsame Kammer und acht Ausgänge
PETG und Nylon gleichzeitigSpacePi X4zwei unabhängig regelbare Kammern
PA, PAHT oder PC mit hoher TemperaturanforderungSpacePi X4bis 85 °C Temperaturreserve
Nur ein oder zwei Rollengünstigerer TrocknerVier-Spulen-Kapazität wird nicht genutzt
Vier Drucker direkt versorgenSUNLU S4acht Ausgänge und PTFE-Schläuche im Lieferumfang
Eine Kammer verwenden, zweite geschlossen lassenSpacePi X4Einzelkammerbetrieb möglich
Breite 2-kg-SpulenSpacePi X4bis 150 mm Spulenbreite innerhalb der Herstellergrenzen
Möglichst einfache BedienungSUNLU S4eine Temperaturzone, weniger Entscheidungen

Der SUNLU S4 ist die bessere Wahl, wenn …

  • vier normale 1-kg-Spulen ausreichen,
  • meist dasselbe Material gleichzeitig getrocknet wird,
  • 70 °C für deine Filamente ausreichen,
  • du mehrere Drucker direkt versorgen möchtest,
  • du eine einfache und häufig günstigere Lösung suchst.

Der Creality SpacePi X4 ist die bessere Wahl, wenn …

  • zwei unterschiedliche Trocknungstemperaturen gleichzeitig benötigt werden,
  • du regelmäßig PA, PAHT, PC oder andere technische Filamente nutzt,
  • eine Temperaturreserve bis 85 °C wichtig ist,
  • breitere Spulen verwendet werden,
  • aktive Entfeuchtung und Trockenmittel-Regeneration gewünscht sind,
  • du häufig nur eine der beiden Kammern betreiben möchtest.

Preise vergleichen

Da Angebote wechseln, sollte nicht der Listenpreis, sondern der aktuelle Abstand zwischen beiden Geräten entscheiden. Je kleiner der Aufpreis zum X4, desto interessanter werden die getrennten Kammern und 85 °C.

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Eine weitere Alternative mit zwei unabhängigen Zonen und bis zu 85 °C ist der S4 Pro. Der Beitrag SUNLU S4 Pro vs. SUNLU S4 erklärt, wann sich der Aufpreis gegenüber dem normalen S4 lohnt.

Fazit: SUNLU S4 vs. Creality SpacePi X4

Im Duell SUNLU S4 vs. Creality SpacePi X4 gibt es keinen pauschalen Sieger. Der SUNLU S4 ist der geradlinige Vier-Spulen-Trockner für Nutzer, die mehrere Rollen gemeinsam bei derselben Temperatur behandeln möchten. Für PLA, PETG, TPU und viele typische Werkstattfilamente ist das häufig vollkommen ausreichend.

Der SpacePi X4 rechtfertigt seinen möglichen Aufpreis durch zwei echte funktionale Vorteile: die beiden unabhängig regelbaren Kammern und die höhere Maximaltemperatur von 85 °C. Beides wird relevant, sobald unterschiedliche Materialien parallel getrocknet werden oder technische Filamente höhere Temperaturen benötigen.

Wenn du nur eine oder zwei Rollen gleichzeitig verwendest, solltest du keines der beiden Geräte allein wegen seiner maximalen Kapazität kaufen. Dann ist ein kleinerer und günstigerer Filamenttrockner meist die vernünftigere Lösung.

Und was ist mit dem SUNLU S4 Pro?

Der SUNLU S4 Pro ist die neuere Alternative zum regulären S4. Da mir für S4, S4 Pro und SpacePi X4 keine eigenen identischen Vergleichsmessungen vorliegen, wird die Pro-Version hier nicht automatisch zum Sieger erklärt. Wenn du den S4 Pro erwägst, sollte vor allem der aktuelle Mehrpreis und der konkrete Funktionsumfang entscheiden.

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Wenn dir zwei Spulen genügen, findest du zusätzlich die Entscheidungshilfe SUNLU S4 vs. EIBOS Polyphemus. Für Nylon und PA-CF hilft die separate Hochtemperatur-Kaufberatung.

FAQ: Häufige Fragen zu SUNLU S4 und Creality SpacePi X4

Welcher ist besser: SUNLU S4 oder Creality SpacePi X4?

Für vier Rollen desselben Materials ist der SUNLU S4 häufig die einfachere und preisbewusstere Wahl. Für unterschiedliche Materialien und Temperaturen bis 85 °C ist der SpacePi X4 flexibler.

Können beide Trockner vier Spulen aufnehmen?

Ja. Der SUNLU S4 ist auf vier typische 1-kg-Spulen ausgelegt. Der SpacePi X4 nimmt ebenfalls vier Spulen auf und unterstützt innerhalb seiner Maßgrenzen auch breitere Spulen.

Kann man direkt aus SUNLU S4 und SpacePi X4 drucken?

Ja. Beide Geräte besitzen Filamentausgänge für den Druck aus dem Trockner. Beim SUNLU gehören PTFE-Schläuche laut Händlerangaben zum Lieferumfang; beim SpacePi X4 weist Creality darauf hin, dass kein PTFE-Schlauch enthalten ist.

Welcher Trockner eignet sich besser für Nylon?

Der SpacePi X4 bietet mit bis zu 85 °C mehr Temperaturreserve. Entscheidend bleibt jedoch die Trocknungsempfehlung des konkreten Nylonfilaments und die Wärmebeständigkeit der Spule.

Kann der SUNLU S4 verschiedene Materialien gleichzeitig trocknen?

Nur wenn alle eingelegten Materialien mit derselben gewählten Temperatur und Dauer behandelt werden können. Für voneinander abweichende Programme sind die zwei getrennten Kammern des SpacePi X4 besser geeignet.

Wann reicht ein kleinerer Filamenttrockner?

Wenn du normalerweise nur eine oder zwei Rollen gleichzeitig trocknest und keine unterschiedlichen technischen Filamente parallel vorbereitest, ist ein kleinerer Ein- oder Zwei-Spulen-Trockner meist ausreichend.